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Brandschutzmaßnahmen für die Wiernsheimer Grund-und Werkrealschule waren Thema  der Versammlung des Schulverbands „Platte“.
Brandschutzmaßnahmen für die Wiernsheimer Grund-und Werkrealschule waren Thema der Versammlung des Schulverbands „Platte“. © Fotomoment
07.10.2011

Wiernsheimer Rektorin: Konzept der Gemeinschaftsschule soll vorerst kein Thema sein

Brandschutzmaßnahmen, die Haushaltssatzung und die Frage nach der Zukunft der Grund- und Werkrealschule haben die Mitglieder des Schulverbands „Platte“ beschäftigt. Am Donnerstagabend gab es im Sitzungszimmer des Wiernsheimer Rathauses ungläubiges Kopfschütteln.

Neue, strengere Verpflichtungen für Brandschutzmaßnahmen werden den Schulträgern vom Landratsamt auferlegt. „Es ist an der Grenze zum Übertriebenen“, so Wiernsheims Bürgermeister Karlheinz Oehler. Der Wurmberger Architekt Ralph Boger erläuterte, was getan werden muss. Die Investitionen von knapp rund 197 000 Euro umfassen Rauchschutzmaßnahmen, den Einbau eines zweiten Rettungswegs für jedes Klassenzimmer sowie eine neue Brandmeldeanlage. „Wir werden nächstes Jahr ausschreiben“, sagte Kämmerer Matthias Enz. Laut dem Geschäftsführer des Schulverbands „Platte“ müssen die Maßnahmen bis 2013 umgesetzt sein. Nicht als Gesamtmaßnahme, sondern „Stück für Stück“ sollen sie umgesetzt werden.

Die Brandschutzmaßnahmen wurden einstimmig angenommen und das Wurmberger Architekturbüro mit der Planung beauftragt. Die Verwaltung wurde ermächtigt die einzelnen Gewerke nach beschränkter Ausschreibung oder freihändig zu vergeben. Festgestellt wurde die Jahresrechnung 2010. Enz sprach von einem „zufriedenstellenden Ergebnis“. Wegen zahlreicher Investitionen in den vergangenen zehn Jahren in den Schulbereich habe sich ein Schuldenberg von 1,4 Millionen Euro angesammelt. Dieser sollte nun abgebaut werden. Verabschiedet wurde der Haushaltsplan 2011. Im Verwaltungshaushalt hat er ein Volumen von 612 300 Euro und im Vermögenshaushalt von 166 000 Euro. Die Heckengäuschule Wiernsheim mit Außenstelle Mönsheim ist seit dem Schuljahr 2010/11 die Werkrealschule für Schüler aus den Gemeinden Friolzheim, Mönsheim, Wimsheim, Wiernsheim und Wurmberg.

Probleme mit Busverkehr

Nicht einfach sei das Pendeln für die Schüler, um an die jeweiligen Schulorte zu kommen. Die Schulleiterin der Heckengäuschule, Monika Becker, sprach von rund anderthalb Stunden, die Pinacher teilweise brauchen, um nach Mönsheim zu kommen. „Ein Zeit- und Energietotschläger“, sei es den Stundenplan zu machen, um möglichst auch die Wohnortkriterien mit einzubeziehen.

Festzustellen sei, dass manche Schüler über Grenzen des Tolerierbaren gehen. Nach dem Unterricht kommen an der Bushaltestelle Rangeleien vor und es hätten sich auch schon Schüler auf die Straße gelegt. Die Polizei könne wegen fehlenden Personals nicht einschreiten. Becker nannte es eine „gemeinschaftliche Aufgabe“ für jeden, hier etwas zu sagen, wenn solche Auffälligkeiten registriert werden.

„Wir brauchen Kontinuität für Wiernsheim“, ging sie auf die Tendenzen einer neuen Schulpolitik durch die neue Landesregierung ein. Das Konzept der „Gemeinschaftsschule“ sollte für Wiernsheim „erst mal“ kein Thema sein.

Das Schulgebäude in Wiernsheim sei sehr gut ausgestattet. Lediglich die Aula sollte noch renoviert werden. Becker kündigte an, dass nach den Herbstferien in einem Versuch eine Essensausgabe innerhalb der bis 15.30 Uhr verlängerten Kernzeitenbetreuung angeboten wird. Für die Gemeinde zunächst ein Modellversuch. Mit den Erfahrungen soll das weitere Konzept in dieser Sache festgelegt und dann dem Gemeinderat vorgestellt werden.