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Felicitas Weixler (stehend von links) und Sascha Pietsch vom hauptamtlichen Rettungsdienst demonstrieren während einer Übung, wie ein Patient bei einem Notfall versorgt wird. Foto: DRK Pforzheim
Felicitas Weixler (stehend von links) und Sascha Pietsch vom hauptamtlichen Rettungsdienst demonstrieren während einer Übung, wie ein Patient bei einem Notfall versorgt wird. Foto: DRK Pforzheim
Ein Teil der aktiven Bereitschaftsmitglieder des DRK-Ortsvereins Knittlingen gibt bei einem Werbetermin im Jahr 2016 Einblicke in die Rettungsarbeit. Foto: DRK Pforzheim
Ein Teil der aktiven Bereitschaftsmitglieder des DRK-Ortsvereins Knittlingen gibt bei einem Werbetermin im Jahr 2016 Einblicke in die Rettungsarbeit. Foto: DRK Pforzheim
11.05.2018

Wirbel um Notarzteinsätze: Laut SWR-Studie sind Retter in Knittlingen oft verspätet vor Ort

Knittlingen. Dieser Vorwurf eines Bürgers schlug in der jüngsten Knittlinger Gemeinderatssitzung ein wie eine Bombe. Der Mann hatte behauptet, dass laut Statistik und im Vergleich zu anderen Gemeinden im Enzkreis fünfzig Prozent aller Notarzteinsätze rund um die Fauststadt mit zum Teil erheblicher Verspätung erfolgen würden.

„Wenn das wirklich stimmt, muss man als Herzinfarkt- oder Schlaganfallpatient ja quasi um sein Leben fürchten“, ergänzte er. Diese Kritik hatte vor allem Knittlingens Bürgermeister Heinz-Peter Hopp sichtlich irritiert zur Kenntnis genommen, der als Vorsitzender nicht nur dem DRK-Ortsverband vorsteht, sondern in seiner Funktion als Rathauschef auch noch Dienstvorgesetzter der Feuerwehr ist. „Ich habe keine Ahnung, woher diese Zahlen kommen. Wir sollten uns aber davor hüten, ohne verlässliche Fakten gleich Schwarzmalerei zu betreiben“, betonte Hopp nach der Ratssitzung.

Mittlerweile ist klar, dass die Zahlen aus einer Langzeitstudie des SWR stammen, über die auch schon die PZ im Januar bezüglich der Einsatzzahlen im Enzkreis berichtet hatte. Daniela Kneis, Pressesprecherin des DRK Pforzheim, räumt zwar ein, dass es in Ausnahmefällen schon mal etwas länger dauern könne, bis der Rettungswagen eintrifft, besonders, wenn die Kapazitäten ausgeschöpft sind und die Pforzheimer Leitstelle die Nothelfer aus weiter entfernten Wachen im Enzkreis losschicken müsse. „Das Thema ist aber derart komplex, dass manche Aspekte in der Notfallversorgung gar nicht berücksichtigt oder aus unserer Sicht unvollständig betrachtet wurden“, so Kneis.

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