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Präsentation von Themenfeldern aus den Arbeitsgruppen: Hier erläutert Tobias Kärcher (rechts) die Ergebnisse aus seiner Runde zum Thema „Standort“. Foto: Kollros
Präsentation von Themenfeldern aus den Arbeitsgruppen: Hier erläutert Tobias Kärcher (rechts) die Ergebnisse aus seiner Runde zum Thema „Standort“. Foto: Kollros
26.03.2017

Wunsch nach vitalem Dorfleben: Zukunftswerkstatt Mühlhausen

Mühlacker-Mühlhausen. Ein „Komm-In“ nach Sternenfelser Muster für Mühlhausen? Am Samstag förderte auch die Zukunftswerkstatt im Weinbaudorf den Wunsch nach einer „multifunktionalen Begegnungsstätte“ zutage. Ein anderer Vorschlag: Größere, leerstehende alte Anwesen einer neuen Wohnnutzung zuzuführen, also verstärkte Innen-Entwicklung im Ort.

Die erste Veranstaltung bei der Bürgerbeteiligungs-Tour, die hinsichtlich der Teilnehmerzahlen schwächelte: Nur etwa 15 Mühlhäuser waren gekommen, so dass man sich auf drei Themenfelder beschränkte. „Ein kleine, aber effektive Runde“, bescheinigte zum Abschluss des „Brainstorming“ dann aber trotzdem Anette Popp von der Stadtverwaltung den „Zukunfts-Aktivisten“.

Bemerkenswert: Der Wunsch nach einem vitalen Dorfleben wurde von allen drei Gruppen artikuliert. Ob nun „Komm-In“ oder Bürgerladen oder auch Dorfcafé als Umschlagsort von Neuigkeiten, die Vorstellungen lagen eng beieinander. Wichtig erschien vielen, im Ort Einkaufsmöglichkeiten zu besitzen, und nicht nur dafür, was man beim Großeinkauf in auswärtigen Discountern vergessen habe, verdeutlichte ein Sprecher. Vorausgehen müsste freilich eine Bedarfserhebung und ebenso müsste die Frage gelöst werden, wer mit ins Boot gehe – eine Poststelle etwa oder Banken, die ja gerade ihre Geldautomaten abbauten oder dies schon getan hätten. Ein Raunen ging durch den Raum, als der Sprecher als ehrgeiziges Ziel die Vision einer „Eröffnung im Jahr 2019“ vortrug.

Eine Aufgabe der in der Gründungsphase befindlichen Mühlacker Stadtbaugesellschaft könnte das Management der Leerstände alter Häuser sein, so ein weiterer Vorschlag. Konkret: der Aufkauf solcher „Burgen“, ihre Sanierung und die Bereitstellung von Wohneinheiten für junge Familien. In sanierten Häusern sollten dann als Werbung zur Nachahmung vielleicht Tage der offenen Tür ermöglicht werden. Auch über ein Investitionsförderprogramm für Familiengründer sollte nachgedacht werden. Informationsdefizite vor Ort wurden in einer der Gruppenarbeiten ausgemacht. Ein einfacher Lösungsvorschlag: Einen Schaukasten aufstellen und dessen Inhalte stets aktuell mit Informationen „vom Rathaus“ und von Vereinen pflegen. Aber auch das Außenmarketing gehöre verbessert: „Wer im Raum Stuttgart oder in Karlsruhe weiß schon, wie schön’s bei uns zu wohnen ist“, stellte ein Berichterstatter in den Raum. Ein anderes Wunschdenken: Mehr Austausch zwischen den Stadtteilen, auch hinsichtlich der Vereine und vielleicht mal Feste organisieren, an dem sich gleich oder ähnlich ausgerichtete Organisationen verschiedener Stadtteile beteiligen könnten.