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Seit vergangenem April ist Dr. Wolfgang Böhme der einzige noch verbliebene Allgemeinmediziner in Enzberg. Foto: PZ-Archiv
Seit vergangenem April ist Dr. Wolfgang Böhme der einzige noch verbliebene Allgemeinmediziner in Enzberg. Foto: PZ-Archiv
23.01.2018

Zahl der Hausärzte sinkt – Stadt Mühlacker sucht nach Lösungen

Mühlacker. So mancher Hausarzt hat in den vergangenen Jahren in Mühlacker seine Praxis aufgegeben, in Lienzingen konnte eine Schließung gerade noch verhindert werden – die Wartezimmer der verbleibenden Ärzte in den Stadtteilen sind überfüllt. Das sorgt nicht nur in der Bevölkerung für Beunruhigung, sondern auch bei den Stadträten.

Deshalb hat sich der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung nicht nur über die aktuellen Zahlen und Prognosen informiert, sondern auch erste Überlegungen angestellt, wie entgegengesteuert werden kann. Das Fazit fiel allerdings ernüchternd aus.

Zum einen könne man finanzielle Anreize schaffen, erläuterte Dr. Peter Hinz, Vorstandsbeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Etwa, indem man in Ärztehäusern die Mietpreise gering halte. Zum anderen könnten die Kommunen Hausärzte anstellen. Das allerdings werteten einige der Stadträte sowie Oberbürgermeister Frank Schneider als letzte Lösung. „Dazu haben wir nicht die Kompetenz“, erklärte etwa Schneider. Jens Hanf, FDP-Fraktionsvorsitzender, warnte davor, so einzelne Ärzte zu subventionieren. LMU-Stadträtin und Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann sprach zudem das Thema Telemedizin an. Hier sammele man in verschiedenen Projekten derzeit Erfahrungen, erläutere Hinz von der KVV, der aber klar machte, dass es sich dabei nur um eine Notlösung handle.

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