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Magier Igor Trifunov zaubert in seiner Show scheinbar mühelos Sektflaschen aus dem Ärmel. Bischoff-Krappel
Magier Igor Trifunov zaubert in seiner Show scheinbar mühelos Sektflaschen aus dem Ärmel. Bischoff-Krappel
14.01.2018

Zaubergala in Illingen zieht Zuschauer in Bann

Illingen. Stühle aufbauen, Catering organisieren und die letzten Proben durchführen – Veranstalter Jürgen Heinz und sein Team hatten am vergangenen Samstag alle Hände voll zu tun, um die mittlerweile 21. Zaubergala auch in diesem Jahr zu einem gelungenen Event zu machen. „Seit acht Uhr bin ich auf den Beinen“, meinte der rührige Organisator, der bester Laune war: „Ich freue mich, dass wir mit rund 480 verkauften Karten eine Steigerung zum Vorjahr erreichen und neue Sponsoren gewinnen konnten.“ Nach vielen Jahren im Mühlehof fand die Zaubergala zum mittlerweile zweiten Mal in der Illinger Stromberghalle statt.

„Natürlich ist die Halle kein Theaterhaus, doch die breite Bühne und die geringere Zahl von Sitzreihen bieten durchaus Vorteile“, so der Veranstalter. Das sahen auch die Besucher so, die sich von der bunten Mischung aus Magie, Illusion und Akrobatik in den Bann ziehen ließen.

„Glauben Sie bloß nicht, dass Sie hinten im Saal sicher sind“, machte Conférencier Bert Rex gleich zum Auftakt der Zaubergala deutlich, dass an diesem Abend Publikumsbeteiligung gefragt sein würde. Ob Sarina, Eva oder Frederic – bühnenscheu durfte keiner der mehr oder weniger freiwilligen Publikumsakteure sein, die von Bert Rex wahlweise mit Fesselkünsten oder Zaubertricks bedacht wurden. Doch die Anspannung löste sich spätestens dann, als der Conférencier die Umbauphasen mit Ansagen in „Slow Motion“ – also Zeitlupe – überbrückte, was beim Publikum zu Lachsalven führte.

Für Gänsehaut sorgten im weiteren Verlauf des Abends Maxim Maurice mit Assistentin Jennifer Martinez und ihr Team. Lieferten sie zunächst mit rasanten Kleiderwechseln die wohl schnellste Modenschau der Welt, beeindruckten sie nur wenig später mit Großillusion vom Feinsten: Unbeschadet entstieg Jennifer Martinez einer Holzkiste, die der Magier zuvor mit Sägeblättern durchtrennt hatte. Wie durch ein Wunder überlebte eine weitere Assistentin die Marter in einer brennenden und von Metallspießen durchbohrten Box, bis sie zuletzt von Maxim Maurice gar zum Schweben gebracht wurde. Artistin Antje Pode dagegen begeisterte das Publikum, indem sie mit ihren Füßen Koffer und Taschen in der Luft tanzen ließ und scheinbar mühelos nebenbei mit Bällen jonglierte. Der Atem stockte den Besuchern, als die Künstlerin in luftiger Höhe, gehalten von wenigen Schnüren, akrobatische Kunststücke zum Besten gab. Ein anderes Genre der Zauberkunst beherrschte Magier Igor Trifunov, der wie von Zauberhand Spielkarten, Fahnen oder gar Sektflaschen bis hin zur Magnumgröße mit Leichtigkeit aus dem Ärmel zauberte.

Für Jürgen Heinz blieb als Bilanz des überaus gelungenen Abends nur Eines zu sagen: „Es wäre toll, wenn hier nächstes Jahr 500 Leute sitzen würden – der Termin steht bereits.“