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Ausstellerin Ursula Mirke (rechts) zeigt Besucher Peter Bacher aus Ötisheim, dass ihre Ostereier mit Motiven aus Märchengeschichten bemalt sind. Foto: Hepfer
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Die Heidelbergerin Ursel Kaboth (Mitte) präsentiert in der Maulbronner Stadthalle Eier mit Spruchbändern. Foto: Prokoph
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Mit Großmutter Marijeta (von links) haben Iva (8) und ihre Schwester Vanja (5) aus Pforzheim die zahlreichen Ostereierkunstwerke bewundert. Foto: Hepfer

Zauberhafte kleine Kunstwerke: Maulbronner Ostereiermarkt wieder sehr beliebt

Maulbronn. Beim traditionellen Maulbronner Ostereiermarkt in der Stadthalle geht es in der Regel leise zu. Denn die insgesamt rund 2000 Besucher am Samstag und Sonntag haben die Werke der über 50 Eierkünstler aus den Niederlanden, Rumänien, Russland und Ungarn auch diesmal bestaunt und den Ausstellern zum Teil an ihren Ständen zugeschaut, wie sie ihre filigranen Techniken auf die verschiedenen Eier bringen.

Die Rumänin Olga Semberco zum Beispiel verzaubert ihre Eier mit einer speziellen Batiktechnik. Und die Künstlerin Michelle Hothum aus Riegel am Kaiserstuhl ist ein Fan von Engelbildern, die sie kunstvoll auf ihren Eiern arrangiert hat. Und in ihrem Portfolio befindet sich sogar eine Radierung des Kreuzgangs im Maulbronner Kloster.

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Ostereiermarkt in Maulbronn wieder ein Besuchermagnet

Eier mit Spruchbändern

„Die Engel wurden zu meinem Thema, weil ich da innerlich hingeführt wurde“, erläuterte Michelle Hothum“ ihre künstlerischen Absichten. Eier mit Spruchbändern sind bei der Heidelberger Künstlerin Ursel Kaboth zu finden. „Bei uns steppt heute der Hase“, meinte Markt-Veranstalterin Christine Finn sichtlich zufrieden mit dem Besuch der 20. Auflage ihrer Veranstaltung.

Und auch sonntags standen beim beliebten Kunsthandwerkermarkt die Menschen sogar geduldig in einer gut fünfzig Meter langen Warteschlange auf dem Klosterhof, weil der Markt in der Stadthalle sonst überlaufen und zu wenig Platz im Innern wäre. Dafür hatte Finn diesmal sogar ein Security Unternehmen angeheuert. Denn der Platz in der Stadthalle ist begrenzt und es dürfen immer nur so viel Menschen hinein, wie auch wieder herauskommen. Über Maulbronns Kräuterhexe Gabriele Bickel entstand vor 20 Jahren der Kontakt zwischen Christine Finn, die in Michelbach wohnt, und der Stadt Maulbronn. „Mit dem Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle haben wir seit 20 Jahren einen super Partner gefunden“, freut sich Finn. Bei früheren Märkten seien zumeist mehr Kunstkenner gekommen, heute sei die Besucherschar eher breitgefächert, blickt sie auf die vergangenen 20 Jahre Ostereiermarkt in der Klosterstadt zurück.

Doch die Anziehungskraft, welche die kleinen, zauberhaften Kunstwerke auf das Publikum ausüben, ist ungebrochen. „Wir haben die Ausstellung durch Zufall entdeckt“, erzählte Elisabeth Schmidt aus Ditzingen. Und Peter Bacher aus Ötisheim fügte hinzu: „Diese filigranen, kunstvoll gearbeiteten Unikate faszinieren mich einfach. Zusammen mit meiner Frau bin ich hier Stammgast.“ Aus Heilbronn war sogar die japanische Studentin Aisa Hayama mit ihrem Freund Raphael Senghaas angereist. „In Japan kennen wir diese Tradition überhaupt nicht. Ich bin vom großen Angebot hier total überwältigt“, meinte die Besucherin aus dem Land der aufgehenden Sonne.