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06.12.2011

"Zombie Mühlehof": Eine Ausstellung und ihr Blick auf das Gebäude

Wenn der letzte Konsument hinausgeht und das Licht erlischt, ist die Karawane schon weitergezogen, dorthin, wo es neuer, größer, bunter und voller ist.“ So beschreiben die Fotokünstler Lisa und Henry Schulz das Schicksal des gewerblichen Teils des Mühlehofs in Mühlacker.

Sechs Künstler haben sich mit diesem Teil der Mühlacker Stadtgeschichte auseinandergesetzt und präsentieren ihre Sicht der Dinge ab dem kommenden Donnerstag im Rathaus. Zwei der Aussteller haben die leeren Gewerberäume zu einem Bild inspiriert, das in der Senderstadt provozieren wird. Sie beschreiben sie als Ort des Verfalls, „der sich zwar noch an das Leben erinnert, der aber mit leeren Fenstern leblos mitten in der Stadt steht.“ Ihre Vision macht den Mühlehof zum „Zombie-Ort“, zum Untoten, der der Ausstellung den Titel gegeben hat.

Ein klarer Fall von künstlerischer Freiheit, meint Oberbürgermeister Frank Schneider. Vom Ausstellungstitel war auch der Gastgeber der Schau überrascht. Die Stadt habe von den Inhalten des Projekts im Vorfeld nichts gewust, nur die Ausstelung selbst und die Vorbereitungen dafür ermöglicht. Also das Fotografieren im Mühlehof. Oder die Recherche im Stadtarchiv. Er sehe es positiv, wenn sich Künstler mit dem Gebäude Mühlehof auseinandersetzen – schließlich habe dieses Thema viele Facetten. Sichtweisen von außen könnten da interessant sein.

Und Blicke von außen sind es in der Tat. Die Künstler um Initiator Peter Schmidt stammen aus dem Kreis Ludwigsburg und aus dem Stuttgarter Raum.