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10.10.2012

14-jährige pakistanische Aktivistin außer Lebensgefahr

Islamabad. Die 14 Jahre alte pakistanische Menschenrechtsaktivistin Malala Yousafzai ist nach dem Angriff von Taliban-Kämpfern auf dem Weg der Besserung. Ärzte hätten in einer stundenlangen Operation eine Kugel aus ihrem Körper entfernt, sagte Innenminster Rehman Malik nach einem Krankenbesuch am Mittwoch.

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Yousafzai, die von den Islamisten am Dienstag gezielt niedergeschossen worden war, wurde nach dem Anschlag im Swat-Tal in ein Militärkrankenhaus in Peshawar geflogen. «Die Ärzte meinen, dass sie nun außer Lebensgefahr ist», sagte Malik. Zwei Ärzte in den USA und Großbritannien stünden aber bereit, nach Pakistan zu fliegen, falls es notwendig werde. Viele Menschen zeigten Yousafzai ihre Unterstützung. Sie gingen mit Fotos von ihr und Plakaten auf die Straße. Im Swat-Tal blieben am Mittwoch viele Schulen geschlossen.

Die erst 14-Jährige hatte sich seit Jahren um Bildung für Mädchen bemüht und für ihr Engagement im vergangenen Jahr den ersten pakistanischen Friedenspreis erhalten. International bekannt wurde sie, als sie bereits mit elf Jahren während der Taliban-Herrschaft im Swat-Tal einen Blog für die britische Rundfunkanstalt BBC schrieb. Die Taliban erklärten, sie hätten das Mädchen für ihre säkulare Weltanschauung und ihren Einsatz für Bildung angegriffen.