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26.10.2015

200 Polizisten müssen 700 Flüchtlinge schützen

Freiberg. Einen Tag nach den Protesten gegen ankommende Flüchtlinge am Freiberger Bahnhof hat sich dort die Situation wieder normalisiert. «Die Lage ist ruhig», sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Am Sonntagabend mussten rund 200 Polizisten die Ankunft eines Sonderzugs aus Passau mit mehr als 700 Flüchtlingen sowie deren Weiterreise per Bus nach Leipzig und Dresden absichern.

Rund 400 Demonstranten hatten unter anderem mit Sitzblockaden versucht, die Abfahrt der insgesamt 13 Busse zu verhindern, darunter laut Polizei auch Rechtsorientierte.

Die Polizei löste die Blockaden auf und setzte dabei in einem Fall auch Pfefferspray und den Schlagstock ein. Drei Polizisten wurden verletzt. Demonstranten hatten die Fahrzeuge mit Flüchtlingen mit Lebensmitteln beworfen.