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Die ägyptischen Sicherheitsbehörden gehen weiter gegen die Muslimbruderschaft vor. Erneut wird ein führender Kopf festgenommen. Auf den Straßen bekämpfen sich Islamisten und ihre Gegner.
Die ägyptischen Sicherheitsbehörden gehen weiter gegen die Muslimbruderschaft vor. Erneut wird ein führender Kopf festgenommen. Auf den Straßen bekämpfen sich Islamisten und ihre Gegner.
06.07.2013

30 Tote und 1100 Verletzte in Ägypten

Kairo (dpa) - Bei Ausschreitungen nach der Entmachtung von Präsident Mohammed Mursi sind in der Nacht zum Samstag in Ägypten mindestens 30 Menschen getötet worden.

Mehr als 1100 Menschen seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministeriums in Kairo weiter mit. Allein 16 Menschen seien an Schussverletzungen gestorben. Zu Zusammenstößen kam es nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in Alexandria, Suez und Al-Arisch.

Die Armeeführung hatte Mursi am vergangenen Mittwoch nach tagelangen, teils blutigen Massenprotesten gegen seine Herrschaft entmachtet und den Präsidenten des Verfassungsgerichts, Adli Mansur, als vorläufigen Nachfolger eingesetzt.

In Kairo lieferten sich Anhänger und Gegner des gestürzten Präsidenten Straßenschlachten an der 6. Oktober-Brücke in der Innenstadt. Beide Seiten bewarfen sich mit Pflastersteinen und gingen mit Stöcken, Brandsätzen und Feuerwerkskörpern aufeinander los. Die Sicherheitskräfte griffen nicht ein.

Am «Freitag der Ablehnung» hatten Zehntausende Anhänger der islamistischen Muslimbruderschaft gegen die Absetzung Mursis demonstriert, der aus der Organisation stammt. Der Führer der Bruderschaft, Mohammed Badia, hatte in einer Rede die Menge dazu aufgefordert, so lange auf der Straße zu bleiben, bis Mursi wieder in sein Amt eingesetzt ist.