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Die Polizisten des SEK rücken nur an, wenn es wirklich brenzlig wird. Bei einem ihrer Einsätze in einem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt ist ein Mann ums Leben gekommen.
Die Polizisten des SEK rücken nur an, wenn es wirklich brenzlig wird. Bei einem ihrer Einsätze in einem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt ist ein Mann ums Leben gekommen. © dpa
07.07.2016

31-Jähriger stirbt nach Schüssen bei SEK-Einsatz

Nach Schüssen bei einem SEK-Einsatz in Groß Rosenburg südöstlich von Magdeburg ist ein 31-Jähriger gestorben. Es habe eine Familienstreit gegeben, zu der die Spezialkräfte in der Nacht gerufen worden seien, sagte Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten am Donnerstag in Magdeburg. «Der 31-Jährige wurde durch Schüsse tödlich verletzt.» Unklar sei, wer die Schüsse abgegeben habe. Baumgarten sagte, auch Beamte hätten geschossen.

Informationen der «Bild»-Zeitung, wonach die Streitenden Jäger gewesen sein sollen, bestätigte er zunächst nicht. Die Ermittlungen liefen derzeit. Die Leiche sei in der Rechtsmedizin, wo die genaue Todesursache geklärt werden solle.

Die Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) greifen bei akuten Bedrohungslagen ein - etwa, wenn es Hinweise auf gewalttätige Tatverdächtige oder den Besitz von Schusswaffen gibt.

Auch für den Oberstaatsanwalt gibt es noch viele Fragen zu dem Einsatz: Welche Waffen lagen in dem Haus der Familie?? Wer hatte welche Erlaubnis, Waffen zu besitzen? Warum stritten die Familienangehörigen?

«Die Ermittlungsarbeit läuft jetzt an», sagte Baumgarten. Es müssten etwa neue Informationen geordnet und Zeugen vernommen werden. In dem kleinen Ort Groß Rosenburg an der Saale befragte die Polizei am Tag nach dem Vorfall die Nachbarn. Das beigefarbene Haus mit dem gepflegten Vorgarten war abgesperrt. Es liegt in einer Siedlung von Einfamilienhäusern in einer ruhigen Gegend.