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27.11.2016

37-Jähriger zieht Messer und wird von Polizei erschossen

Hamburg (dpa) - Hamburger Polizisten haben einen 37-jährigen Afghanen erschossen. Er wurde bei einem Einsatz am Samstagabend angeschossen und erlag am Sonntag seinen schweren Verletzungen, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Zunächst hatte die Polizei am Vormittag noch erklärt, der 37-Jährige sei außer Lebensgefahr.

Der Vorfall ereignete sich am Samstag gegen 20.00 Uhr in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Barmbek. Mehrere Beamte trafen dort im Treppenhaus auf den 37-Jährigen, sagte die Sprecherin. Dort habe er plötzlich zwei Messer gezückt und die Polizisten bedroht. Die Beamten hatten zunächst versucht, mit Pfefferspray gegen den gewaltbereiten Mann vorzugehen, hieß es weiter. Dann seien mehrere Schüsse auf den 37-Jährigen abgegeben worden.

Der Mann wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Nach einer Notoperation erlag er seinen schweren Verletzungen, sagte die Sprecherin am Sonntag. Es konnten zunächst keine Angaben dazu gemacht werden, wie viele Polizisten auf den Mann geschossen hatten. Alle weiteren Ermittlungen übernehme das Hamburger Dezernat für Interne Ermittlungen. Daher könne man auch keine Aussage darüber machen, wie viele Polizisten vor Ort waren und warum die Beamten überhaupt zu dem Mehrfamilienhaus gerufen worden waren.