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© dpa Symbolbild
29.02.2016

49-Jähriger soll seine Ehefrau mit heißem Öl überschüttet haben

Hamburg. Ein 49-Jähriger, der seine Ehefrau mit heißem Öl überschüttet haben soll, muss sich seit Montag vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Seine Frau habe in der gemeinsamen Wohnung gerade geduscht, als er sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit Tötungsabsicht angriff. Er habe «Guck mal!» gerufen, damit sie den Duschvorhang zur Seite zog. Dann habe er ihr unvermittelt einen Topf mit drei Liter heißem Öl über Gesicht und Oberkörper geschüttet. Die Frau sei rückwärts in die Badewanne gestürzt und habe großflächige Verbrühungen erlitten. Sie lag mehrere Tage in akuter Lebensgefahr auf der Intensivstation. Die Anklage lautet auf versuchten Mord, gefährliche und schwere Körperverletzung.

Der 49-Jährige hatte unmittelbar nach der Tat am 8. September vergangenen Jahres die Wohnung verlassen und sich der Polizei gestellt. Er habe seine Frau getötet, sagte er den Beamten. Die Polizisten fuhren umgehend zu der Wohnung und trafen dort auf Rettungssanitäter, die sich um die verletzte Frau kümmerten. Nach damaligen Polizeiangaben hatte sich der Mann bei der Tat auch selbst verletzt. Das Motiv für die Tat ist unklar. Nach dem Prozessauftakt am Montag sollte zunächst ein Gutachter gehört werden.