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05.10.2012

50 Jahre James Bond im Kino

London. Dienstjubiläum beim Geheimdienst: James Bond, erfolgreichster Kino-Agent der Filmgeschichte, rettet seit 50 Jahren die Welt. Seine Lizenz zum Töten hat er dabei exakt 352 Mal genutzt.

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Umfrage

Wer ist der einzig wahre James Bond?

Sean Connery 65%
George Lazenby 1%
Roger Moore 18%
Timothy Dalton 1%
Pierce Brosnan 10%
Daniel Craig 5%
Stimmen gesamt 359

50 Jahre nach der Kinopremiere von «Dr. No» haben Fans am James-Bond-«Geburtsort» London und in aller Welt den Jahrestag der Leinwand-Legende gefeiert. Am 5. Oktober 1962 war der erste Bond mit Sean Connery in der Hauptrolle in die Kinos gekommen. Seitdem hat sich der Agenten-Thriller zur erfolgreichsten Spielfilm-Serie der Kinogeschichte entwickelt. Die bisher 22 Filme spielten mehr als vier Milliarden US-Dollar an den Kinokassen ein.

In vielen Städten der Welt fanden am Freitag Fan-Feste und Motto-Partys statt. In London wollte das Aktionshaus Christie's am Abend Erinnerungsstücke aus 50 Jahren Bond-Geschichte versteigern, darunter Anzüge des Doppel-Null-Agenten sowie als Highlight eines seiner sportlichen Autos. Die britische Sängerin Adele stellte am frühen Freitagmorgen, pünktlich um 0.07 Uhr, den Titelsong für den neuen Bond «Skyfall» vor. Er eroberte mit einem Schlag die Spitze der britischen iTunes-Charts.

Die britische Zeitung «The Guardian» hat in einer makabren Statistik die Todesfälle in den Bond-Filmen gezählt. Insgesamt kamen in den Filmen 1299 Menschen um. 352 Mal machte Bond selbst von seiner Lizenz zum Töten Gebrauch. 947 Menschen brachten andere Leinwand-Stars um. Damit gab es pro Bond-Film 59 Todesfälle zu beklagen. 16 Mal schlug Bond im Schnitt selbst tödlich zu.

Beim ersten Film «Dr. No» ging es mit zwölf Toten noch vergleichsweise friedlich zu. In «Man lebt nur zweimal» ging es 196 Guten und Bösen an den Kragen. Pierce Brosnan war der «tödlichste» unter den bisher sechs Bond-Darstellern. Er nutzte die Lizenz zum Töten insgesamt 135 Mal in nur vier Filmen.

Zum Jubiläum kamen aber auch die Bond-Girls zu Ehren, mit denen der Superagent unzählige Liebschaften und - in «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» - auch eine kurze Ehe unterhielt. Ursula Andress (76), die in «Dr. No» 1962 als kurvenreiche Meerjungfrau «Honey Rider» die Tradition begründete, wird in ihrer Schweizer Heimatstadt Bern am 3. November mit einer großen Gala geehrt, wie das Management von Andress am Freitag bekanntgab.