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Altmaier sucht weiter nach Endlager für radioaktiven Müll © dpa
09.04.2013

Altmaier sucht weiter nach Endlager für radioaktiven Müll

Berlin. Vor dem Spitzentreffen am Dienstag zur Suche nach einem Atommüllendlager setzt Umweltminister Peter Altmaier auf einen parteiübergreifenden Kompromiss. Er hoffe, dass dieses Thema aus dem Wahlkampf herausgehalten werde, sagte er im ARD-«Morgenmagazin». An diesem Dienstagmittag will er mit den Ministerpräsidenten der Länder und den Bundestagsfraktionschefs zusammenkommen, um einen Kompromiss festzuklopfen.

Bildergalerie: Streit um das Atommüll-Lager Gorleben

Der bislang einzige erkundete und sehr umstrittene niedersächsische Standort Gorleben soll von der Suche prinzipiell nicht ausgenommen werden. Die Kriterien, nach denen ein Endlager ausgesucht wird, sollen von einer einvernehmlich besetzten Enquete-Kommission festgelegt werden. «Wenn sie nach guten Beratungen zu guten Ergebnissen kommen wird, dann wird es ganz schwer sein, davon abzuweichen. Wir alle wollen, dass am Ende das Ergebnis von der Bevölkerung mitgetragen wird.»

Sie soll bis Ende 2015 die Grundlagen für die neue Suche erarbeiten. Bis spätestens 2031 soll das deutsche Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden sein. Altmaier pochte darauf, dass die Energiekonzerne für die geschätzt zwei Milliarden Kosten aufkommen. «Wir haben eine klare Regelung im Gesetz, dass diejenigen, die den Atommüll verursacht haben, auch für seine Entsorgung Sorge tragen müssen. Deshalb ist klar, dass die Betreiber auch für die Kosten aufkommen müssen.»

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