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Bundeskanzlerin Angela Merkel will auch mit der Opposition einen gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten suchen. © dpa
17.02.2012

Angela Merkel: Rücktritt mit Bedauern aufgenommen

Christian Wulff war ihr Wunschkandidat, als Bundespräsident Horst Köhler 2010 überraschend zurücktrat. Und sie hat ihn lange, wenn auch nicht oft und auch nicht mit flammenden, sondern eher zurückhaltenden Worten unterstützt. Aber nun muss Bundskanzlerin Angela Merkel einen Ersatzmann für Wulff suchen. Die Rücktritts-Erklärung von Wulff habe sie, so Angela Merkel in ihrer Erklärung im Kanzlermat, "ganz persönlich mit tiefem Bedauern zur Kenntnis genommen".

Bildergalerie: Bundespräsident Christian Wulff erklärt seinen Rücktritt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren geplanten Italien-Besuch für Freitag abgesagt und sich eine Stellungnahme im Kanzleramt entschieden. Das Kuriose: Während der Stern von Wulff beständig gesunken ist, konnte Angela Merkel weiter Pluspunkte sammeln. Irgendwie schien sie trotz aller Unterstützungsbekundungen weit weg von Wulff und seinen Skandalen zu sein. Dem Rücktritt zolle sie ihren Respekt, so Merkel.

Die Bundeskanzlerin wolle auch mit der Opposition Gespräche führen, um einen weithin tragfähigen Kandidaten zu finden. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Koalitionskreisen erfuhr, ist ein Treffen der schwarz-gelben Spitze für Samstag in Berlin vorgesehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der Wirtschaftsminister und FDP-Vorsitzende Philipp Rösler könnten dann nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff dessen Nachfolge klären. Das Ergebnis ist offen. dpa/tok

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