nach oben
CDU-Wahlparty 2013: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz wirft der Union vor, im damaligen Wahlkampf die Stimmberechtigten
CDU-Wahlparty 2013: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz wirft der Union vor, im damaligen Wahlkampf die Stimmberechtigten bewusst demotiviert zu haben. Foto: Rainer Jensen
25.06.2017

«Anschlag auf Demokratie»: Union weist Schulz-Kritik zurück

Dortmund (dpa) - CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat die Kritik von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz an der Union als völlig daneben bezeichnet. «So groß darf Verzweiflung niemals sein, dass wir Demokraten uns Anschläge auf die Demokratie vorwerfen», twitterte Tauber.Schulz hatte der Union auf dem SPD-Parteitag in Dortmund vorgehalten, bewusst und mit Vorsatz dazu beizutragen, dass weniger Menschen wählen gingen. «Dann nennt man das in Berliner Kreisen vielleicht asymmetrische Demobilisierung. Ich nenne das einen Anschlag auf die Demokratie», sagte Schulz.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte der «Passauer Neuen Presse» zur Schulz-Rede: «Seine persönlichen Attacken gegen die Kanzlerin verpuffen und zeigen die riesige Ratlosigkeit der SPD.» Wer im Jahr 2017 der Union eine Politik der «asymmetrischen Demobilisierung» vorwerfe, «der hat die vergangenen drei Landtagswahlen im Schlafwagen verbracht». Die SPD hatte die drei Wahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen verloren.