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Die Angeklagte Beate Zschäpe kommt in den Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München (Bayern). Vor dem Oberlandesgericht wurde der Prozess um die Morde und Terroranschläge des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) fortgesetzt.
Die Angeklagte Beate Zschäpe kommt in den Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München (Bayern). Vor dem Oberlandesgericht wurde der Prozess um die Morde und Terroranschläge des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) fortgesetzt. © dpa
18.07.2013

Anwälte des NSU-Verdächtigen Wohlleben befragen BKA-Beamten

München. Im NSU-Prozess haben die Verteidiger des ehemaligen NPD-Funktionärs Ralf Wohlleben versucht, belastende Aussagen zu entkräften. Dabei ging es am Donnerstag um Angaben des Mitangeklagten Holger G.

Dieser hatte unter anderem gestanden, dass er im Auftrag Wohllebens eine Waffe zu den untergetauchten Neonazis des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) transportiert habe.

Als Zeuge wurde am Donnerstag weiter ein Beamter des Bundeskriminalamts vernommen, der Holger G. im Ermittlungsverfahren vernommen hatte. Wohllebens Anwälte versuchten, die Glaubhaftigkeit von G.s Aussagen in Zweifel zu ziehen - und indirekt auch die Arbeitsweise des BKA. Anwalt Olaf Klemke fragte wiederholt, warum nicht nach Aspekten gefragt worden sei, die sich möglicherweise entlastend auswirken könnten. Der BKA-Beamte verwies jedoch immer wieder auf den Inhalt des Protokolls - was dort nicht drinstehe, wisse er nicht mehr.