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Auf Ballhöhe: CfR-Kicker auch stark am Mikro
Auf Ballhöhe: CfR-Kicker auch stark am Mikro © privat
18.04.2012

Auf Ballhöhe: Kai Rabe trainiert KSC-Profis

Cool! Der 1. CfR Pforzheim hat seit neuestem eine Vereins-Hymne. Einen Rock-Song. Starker Text mit klasse Sound! Und die Fans, die am Samstag vor dem Derby gegen Birkenfeld zum ersten Mal den Klängen lauschten, waren auch voll begeistert. Was wohl auch am Gesangtalent der CfR-Spieler liegt, die sich bei den Aufnahmen kräftig ins Zeug gelegt haben.

Die Idee zu einer eigenen Hymne hatte CfR-Vorstandsmitglied Marco Nabinger, der kreative Kopf des Fusionsvereins, schon länger. Also haute er kürzlich Michael Mürle an, der in der Region als Komponist, Texter und Keyboarder der Band „Nightfly“ bekannt ist und unter anderem den Pforzheim-Song geschrieben hat.

Auf Nabingers Vorschlag reagierte Mürle zunächst skeptisch. „Eine Hymne über einen Fusionsverein, den es noch nicht so lange gibt? Schwierig!“, meinte der 50-Jährige. Doch dann packte ihn der Ehrgeiz. Mit der Klampfe auf dem Sofa legte er los. „Das ging dann doch alles sehr locker von der Hand“, erzählt der Pforzheimer, der für den Song keinen Cent wollte. „Für mich war das ein reines Spaßprojekt“, sagt Mürle, der nach 14 Tagen den Text im Kasten hatte.

Mit seinen Musikerkollegen, Sänger und Gitarrist Daniel Heim (von der Band „Lady Sue“), Schlagzeuger Jan Hees („Nightfly“), Bassist Tobias Mürle („Nightfly“) und Background-Sängerin Susanne Krust („Lady Sue“), nahm Mürle dann im Five-Stroke-Studio in Bretten ein Demo-Band auf. „Das haben wir dem CfR-Vorstand und den Spielern vorgespielt und alle waren sofort begeistert“, erzählt Mürle. Marco Nabinger hatte sogar noch eine Idee. Die Spieler sollten auch mitsingen. Also wurde kurzerhand im Park Hotel ein Seminarraum gemietet, Mikros aufgestellt und Kopfhörer aufgesetzt. 30 Spieler – von der ersten und zweiten Mannschaft sowie von den A-Junioren – gaben im „Tonstudio“ alles. „In Fünfer-Gruppen haben wir den Chor dann eingesungen. Das war teilweise mühsam, hat aber auch wahnsinnig viel Spaß gemacht“, sagt Mürle.

Wie sich die Kicker gesangstechnisch angestellt haben, hat Simon Burkart mit der Kamera festgehalten. Das „Making of“ gibt es seit heute auf der Homepage des CfR zu sehen.

Zwei Stunden hat das Einsingen im Park Hotel gedauert. Welcher CfR-Spieler hat nun das Zeug zum Superstar? „Michael Schrammel und Kazim Murati auf jeden Fall“, meint Nabinger.

Und wie kam die Hymne bei den Fans im Brötzinger Tal an? „Die finden sie alle super“, weiß Nabinger, der nur von positiven Rückmeldungen berichtet. „Auch die alteingefleischten VfRler und FCPler machten den Daumen hoch.“

Sie verstanden die Message der Hymne, mit dem Power-Refrain: „CfR Pforzheim, du bist der Erste, stark wie zwei, hast die doppelte Kraft. CfR Pforzheim, gebor’n um zu siegen. Vergiss es nie: du hast es immer geschafft“. Nabinger erklärt: „Wir wollen nicht in die Vergangenheit schauen, sondern nach vorne. Ziel ist der Erfolg des Vereins.“

Da die Hymne fürs Einlaufen der Spieler ins Brötzinger Tal eigentlich viel zu lange ist (Dauer drei Minuten), tüftelt Nabinger schon an einer verkürzten Version. „Vielleicht machen wir was mit Fanfaren und Pauken, mal sehen, was uns noch einfällt“, so der „CfR-Eventmanger“.

Ramazan Kaya macht Fortschritte

Wieder auf den Beinen, aber noch nicht am Ball ist Ramazan Kaya. Der CfR-Spieler überlebte vor knapp vier Wochen einen schweren Autounfall. Mit Gehirn- und Lungenblutungen musste er ins Klinikum Ludwigsburg. Seit drei Wochen befindet sich der 20-jährige Pforzheimer, der sich an den Horror-Unfall nicht mehr erinnern kann, in Bad Wildbad in der Reha und kann am Wochenende vielleicht das „Olga-Bad“ verlassen. „Meine linke Schulter und der Rücken tun noch etwas weh, auch einige Narben sind geblieben, aber ansonsten bin ich schon wieder ganz der Alte“, sagt Ramazan Kaya, der täglich ein straffes Fitness- und Gehirntraining absolviert. „Joggen ist okay, doch wann ich wieder Fußballspielen darf, können mir die Ärzte noch nicht sagen“, meint der Kicker. „Am Wichtigsten ist jedoch, dass wir Drei den Crash überlebt haben. Uns geht es gut.“ Kayas Freundin und ein Freund saßen mit im Unfallauto.

Kai Rabe trainiert KSC-Profis

Seitdem Markus Kauczinski den Karlsruher SC übernommen hat, hat sich auch für Kai Rabe aus Königsbach-Stein einiges geändert. Der 32-jährige Torwarttrainer wurde zu den Profis hochgezogen und kümmert sich seit drei Wochen federführend mit Peter Gadinger um die Schlussmänner Dirk Orlishausen und Alexander Stolz. Weiterhin betreut Rabe noch die U17- und U19-Torhüter.

Kickers gehen auf Einkaufstour

Viel vor hat der SV Kickers Pforzheim in Zukunft und bastelt akribisch am Kader für die neue Runde. Im Sommer kommen nun Mittelfeldspieler Ignazio Scozzari und Stürmer Marco Heidecker, beide vom FC Nöttingen II.