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Fabian Wenz verlässt nach dieser Saison den FC Kieselbronn.  PZ-Archiv, Becker
Fabian Wenz verlässt nach dieser Saison den FC Kieselbronn. PZ-Archiv, Becker
28.03.2017

Auf Ballhöhe: Trio sorgt für große Spannung

So wollen wir das! Der TSV Weiler, der FV Langenalb und der 1. FC Engelsbrand liefern sich in der Kreisklasse A2 einen packenden Dreikampf um die Meisterschaft. Verdammt eng geht es an der Spitze zu. Alle drei Teams haben 50 Punkte auf dem Konto. Jeder feierte bisher 16 Siege, holte zwei Remis und kassierte zwei Niederlagen. Und auch bei der Tordifferenz sind die drei Clubs fast gleich auf: Weiler 65:18, Lan- genalb 60:16 und Engelsbrand 63:26.

Wer wird nun das Rennen machen? Wer wird Meister? Wer darf in die Relegation?

Die Trainer der drei Clubs halten sich diesbezüglich allesamt bedeckt. Niemand lässt sich aus der Reserve locken. Doch jeder weiß auch um die Stärken seines Teams.

„So einen engen Titelkampf mit so vielen Punkten habe ich auch noch nicht erlebt“, sagt Uli Bock. Der Trainer des Spitzenreiters Weiler sieht sein Team in einer „guten Ausgangssituation“ und hofft natürlich, „dass wir es am Ende packen“.

Die großen Brocken weg

Ein kleiner Vorteil sei, dass man nach den beiden kommenden Spielen die großen Brocken weghabe. Zur Sache geht’s aber jetzt erstmal daheim gegen Langenalb und dann auswärts in Engelsbrand. „Sollten wir uns in beiden Spielen durchsetzen, kann das schon vorentscheidend sein“, so Bock.

Auch sein Trainerkollege Marcus Bouquerot freut sich über die enge Konstellation an der Tabellenspitze. „Das ist doch super für den Sport und toll für die Liga“, meint der Coach des Tabellenzweiten Langenalb. Er vermutet, dass man in den nächsten drei bis vier Wochen etwas schlauer sein werde, was das Titelrennen betrifft. Bouquerot schreibt allerdings auch den FV Tiefenbronn als Tabellenvierter (42 Punkte) noch nicht ab. „Es sind noch zehn Spieltage zu spielen, also 30 Punkte zu vergeben. Weiler mischte anfangs der Saison auch nicht oben mit, hat sich aber mit einer Serie nun an die Spitze katapultiert. Es ist also auch für andere Teams noch was drin. Vermutlich fällt die Entscheidung erst am vorletzten oder letzten Spieltag“, meint Bouquerot.

Brisant: Am letzten Spieltag muss Langenalb nach Engelsbrand. „Das wird ein heißes Spiel“, weiß FCE-Trainer Marco Wurster jetzt schon. Vorausgesetzt, sein junges Team („Die kennen solch eine Situation nicht“) bleibt weiter dran. Für Wurster hat Langenalb mit Alexandr Railean (24 Saisontreffer) einen „überragenden Stürmer“ und Weiler „viele gute Einzelspieler und eine starke Kameradschaft“. Der Coach glaubt aber daran, „dass wir es schaffen können. Wir haben einen super Teamgeist und der Verein hat in den letzten drei Jahren auch viel für den Erfolg investiert. Vermutlich werden aber am Ende Kleinigkeiten über den Titelgewinn entscheiden.“

Eisingen ist durch, oder doch nicht?

Glückwunsch zur Meisterschaft, FSV Eisingen! Mit dem 2:0 gegen Verfolger Hagenschieß hat die Mannschaft von Spielertrainer Timo Penzinger einen Riesenschritt Richtung Kreisliga-Aufstieg gemacht. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, würde der Spitzenreiter in der B1 seinen Acht-Punkte-Vorsprung jetzt noch verspielen. Zumal Eisingen in dieser Saison extrem konstante Leistungen zeigt. „Wir haben sehr viel Qualität in der Mannschaft, einen großen Kader, einen gesunden Konkurrenzkampf und einen tollen Teamgeist“, nennt Penzinger die Gründe der Erfolgsserie (15 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage).

Doch vom Aufstieg spricht der 29-jährige Spielertrainer, der mit Tobias Herzog auf der Doppelsechs sogar als Torjäger glänzt (12 Saisontreffer), noch nicht. „Rechnerisch ist noch nichts entschieden. Es gibt noch viele Punkte zu holen. Doch wir werden weiter Vollgas geben und nicht nachlassen.“

In zwei Wochen muss Eisingen daheim gegen den derzeitigen Dritten Bilfingen II ran. Spätestens dann – nach einem Sieg – wird man dem FSV wohl endgültig zur Meisterschaft gratulieren können.

Die Sorgen des FC Kieselbronn

Die Situation beim 1. FC Kieselbronn ist nicht einfach. Der Tabellen-13. der Kreisliga kämpft gegen den Abstieg und muss gleichzeitig auch noch einen neuen Trainer für die kommende Saison suchen.

Fabian Wenz wird den FCK nach drei Jahren (1 Jahr Landesliga, 2 Jahre Kreisliga) verlassen. Das bestätigte Kieselbronns Spielleiter Matthias Lajer der PZ. Wenz wechselt im Sommer zum TSV Auerbach – derzeit Tabellenneunter in der Kreisliga Karlsruhe –, wo er die Nachfolge von Uwe Scherer antritt. „Wir sind sicher, mit Fabian Wenz einen Trainer verpflichtet zu haben, der unsere sehr junge Mannschaft weiter formen und entwickeln wird“, heißt es in einer Mitteilung der TSV-Vorstandschaft.

Wer den 38-jährigen Coach in Kieselbronn beerben wird, steht noch nicht fest. „Wir wissen von seinem Wechsel seit einer Woche, jetzt müssen wir erstmal den Markt sondieren“, sagt Matthias Lajer.

Vom Klassenerhalt ist der Sportchef überzeugt – auch wenn man derzeit einen möglichen Abstiegsplatz belegt, sollte es eine Etage höher in der Landesliga zu einem vermehrten Abstieg kommen.

Zweite vor dem Abstieg

Nicht mehr zu retten ist dagegen wohl die zweite Kieselbronner Mannschaft. Bei bisher null Punkten muss da schon ein Wunder geschehen. „Es fehlt die Erfahrung“, begründet Lajer die Misserfolgsserie. Auch Trainer Ralph Augenstein, der in der Winterpause kam, konnte bisher die Wende nicht einleiten. „Doch die Stimmung im Team ist super“, weiß Lajer, „es lässt sich keiner hängen.“

Selbst eingreifen kann Augenstein nicht. Der Wechsel des Keepers konnte nicht mehr innerhalb der Wechselfrist vollzogen werden, sodass er seine Jungs nur von außen coachen kann. Für Spielleiter Lajer ist jedenfalls eines sicher: Auch wenn man derzeit eine große Durststrecke durchmache, „mit null Punkten wollen wir nicht runtergehen.“