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Ex-HSV-Profi Heiko Westermann ist begeistert von „Titan F4-Matrix Pulsation“, einem medizinischen Gerät, das Torsten Heinemann entwickelt hat. privat
Ex-HSV-Profi Heiko Westermann ist begeistert von „Titan F4-Matrix Pulsation“, einem medizinischen Gerät, das Torsten Heinemann entwickelt hat. privat
Nur ein Rumpfprogramm gibt es am Wochenende in der Landesliga. Niefern mit Savas Karagüzel (links) spielt. Ersingen mit Michael Weber hat frei.  Becker
Nur ein Rumpfprogramm gibt es am Wochenende in der Landesliga. Niefern mit Savas Karagüzel (links) spielt. Ersingen mit Michael Weber hat frei. Becker
19.09.2017

Auf Ballhöhe: Westermann zum CfR? Leider nicht!

Was läuft denn da zwischen dem 1. CfR Pforzheim und Heiko Westermann? Kürzlich verkündete Torsten Heinemann, man halte noch Ausschau nach einem Abwehrspieler, dieser Tage schlappte nun Heiko Westermann ins Geschäft des CfR-Vorstandes, bei Conmedes in der Heilbronnerstraße.

Verstärkt der ehemalige Nationalspieler und Ex-Spieler des Hamburger SV tatsächlich den Fußball-Oberligisten?

Leider nicht! Heiko Westermann bleibt nach seinem Wechsel im Sommer von Ajax Amsterdam zu Austria Wien den Österreichern treu. Der 34-jährige Innenverteidiger weilte aus einem ganz anderen Grund in der Goldstadt. Westermann laboriert noch an einer Kapselverletzung am Sprunggelenk. Um die Heilung voranzutreiben, begab er sich nun in die Hände von Torsten Heinemann – besser gesagt unter dessen medizinische Gerätschaften. Heinemann hat die „Titan F4-Matrix Pulsation“ entwickelt. Ein Gerät, das mit High-Energy-Strom pulsierende, homogene Schwingungen erzeugt. „Damit kann man die Heilungsprozesse nach Muskel- oder Bänderrissen fördern oder einfach auch nur die Regeneration beschleunigen“, erklärt Heinemann. Also Gel aufs Sprunggelenk und die Matrix drauf.

Das Gerät würden mittlerweile viele Orthopäden aber auch Physiotherapeuten von Fußball- und Sportvereinen anwenden, weiß der Experte. Heiko Westermann gehört nun auch dazu. Und: „Er ist begeistert“, so Heinemann. Der Kontakt zum Profi von Austria Wien kam übrigens über Trainer Joe Zinnbauer zustande, mit dem Heinemann ständig in Kontakt ist.

Und was ist nun mit der Verpflichtung des ehemaligen HSV-Profis, der zwei Tage im Parkhotel in Pforzheim weilte? Kommt er zum CfR, wenn er wieder fit ist? Heinemann grinst nur: „Obwohl Pforzheim nach Wien die zweitschönste Stadt ist, konnte ich ihn noch nicht zu hundert Prozent überzeugen, beim CfR einzusteigen.“

2Hamberg macht sich heiß

Da half auch eine extrem emotionale Kabinenansprache nichts: der FC Alemannia Hamberg kam im Heimspiel der Kreisklasse B2 nicht über ein 1:1 gegen den SV Büchenbronn II hinaus. Dabei hatte Stürmer Bastian Müller seine Mitspieler vor der Partie so richtig heißgemacht. „Wir sind ein geiles Team“ und „jeder kämpft für jeden“ pushte er seine Jungs (Video auf www.pz-news.de). Ein paar derbe Sprüche waren auch dabei – aber das gehört wohl heute bei den jungen Kickern dazu. „Basti ist unser Motivator, ein positiv Verrückter. Er kommt aus Stuttgart und sagt immer: ,Wir Städtler sind halt anders‘“, sagt Hambergs Trainer Zeki Muharemi. Zum ersten Training erschien „Basti“ Müller mit grauen Haaren.

Einige hat nach drei Spieltagen nun auch Muharemi. Der Coach kann nach dem Neustart – im Sommer wurde die SG mit Neuhausen aufgelöst – bisher nicht zufrieden sein. Das Ziel lautete oben mitzuspielen, nach einem Sieg und zwei Unentschieden steht Hamberg aber nur auf Tabellenplatz acht. „Das ist natürlich zu wenig“, sagt Muharemi. Und er hat auch gleich eine Erklärung dafür: „Es hapert ein bisschen an der Einstellung.“ Wenig förderlich sei der 6:0-Sieg am ersten Spieltag gegen TuS Ellmendingen II gewesen. Danach hätten einige Spieler gedacht, das läuft in dieser Saison von alleine, so der FCA-Coach.

Gegen die Spvgg Coschwa II (2:2) und Büchenbronn II gab es dann jeweils nur ein Pünktchen. „Büchenbronn ist aber auch ein starkes Team“, betont Muharemi.

Ein Neuaufbau braucht aber auch Zeit. Im Sommer musste der 38-Jährige mit 23 Spielern aus zwölf Vereinen eine völlig neue Mannschaft formen. Und das hat angeblich hervorragend geklappt. „Ich bin total begeistert, wie schnell die Jungs zusammengefunden haben“, berichtet Muharemi. Was jetzt nur noch fehle, seien Siege, schließlich wolle man so schnell wie möglich zu den Titelkandidaten SV Huchenfeld II (1. Platz) und dem TSV Schömberg II (3.) aufschließen. Spätestens in zwei Jahren will Hamberg in der A-Klasse spielen, baldmöglichst soll auch eine zweite Mannschaft ins Leben gerufen werden. Am kommenden Sonntag muss die Alemannia aber erst einmal auswärts beim Tabellennachbarn SG Unterreichenbach/Schwarzenberg II ran. Fehlen werden Nico Kastner, der am Wochenende mit dem Footballteam der Wilddogs um den Zweitliga-Aufstieg spielt, und Siegfried Ruck, der noch im Türkei-Urlaub die Sonne genießt. Gespannt sein darf man, was sich „Basti“ Müller diesmal ausdenkt.

3GU sucht noch neuen Trainer

Nach zwei Niederlage in Folge ist die GU-Türkischer SV Pforzheim wieder in der Spur. Beim 4:1 gegen den FV Langenalb trumpfte die „Mannschaft ohne Trainer“ wieder auf. Denn Erdal Demiral ist nicht Nachfolger von Kamil Manzak, sondern Nachfolger von Spielleiter Ismail Güldal, der sich ebenfalls zurückzog. Das stand aber schon länger fest. Die Suche nach einem neuen Trainer läuft noch. „Wir sind mit einigen in Verhandlungen“, sagt Erdal Demiral.

4Mini-Programm in Landesliga

Nur drei Spiele finden am kommenden Wochenende in der Fußball-Landesliga statt. Unter anderem empfängt der FV Niefern am Sonntag um 15 Uhr daheim den SV Langensteinbach. Der 1. FC Ersingen, FC Nöttingen II und auch der 1. FC Birkenfeld sind dagegen spielfrei. Der Grund: mit nur 14 Teams hat die Landesliga genug Puffer. Der Verband legte aufs kommende Wochenende einen freien Spieltag, sonst wäre die Saison ziemlich früh zu Ende. Niefern zog dagegen die Partie gegen Langensteinbach schon mal vor.

Was machen die anderen Kicker? Füße hochlegen. „Meine Jungs haben frei“, sagt Bruno Martins. Der Birkenfelder Coach fliegt dagegen in die Heimat, nach Portugal, den ausgefallen Sommerurlaub nachholen. „Porto spielt gegen Portimonense, das ziehe ich mir rein“, freut sich der 35-Jährige, der auch mal unter der Woche mit Ryan Air kurz zu einem Champions-League-Spiel seiner Landsmänner fliegt.