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Jetzt hat es den Aachener Verein der Bandidos getroffen. Der Rockerclub ist aufgelöst worden. In jüngster Zeit häufen sich Polizeiaktionen gegen solche Vereinigungen. In Pforzheim wurden die Hells Angels verboten.
Jetzt hat es den Aachener Verein der Bandidos getroffen. Der Rockerclub ist aufgelöst worden. In jüngster Zeit häufen sich Polizeiaktionen gegen solche Vereinigungen. In Pforzheim wurden die Hells Angels verboten. © dpa
26.04.2012

Auf Razzia bei Bandidos folgt Vereinsverbot

Eine Gruppierung der Rockerorganisation Bandidos ist in Nordrhein-Westfalen verboten worden. Innenminister Ralf Jäger (SPD) sprach am Donnerstag das Verbot gegen den MC Bandidos Chapter Aachen und fünf seiner Unterstützerclubs aus und löste die Vereine auf. Parallel dazu gab es eine Razzia. In Pforzheim wurden die Hells Angels nach zwei Razzien verboten.

Eine dritte Razzia gab es in Pforzheim jüngst zur Überwachung des Vereinsverbots. Auch im Fall der Achener Bandidos könnten Hells Angels eine Rolle gespielt haben. Die nordrhein-westfälischen Beamten ließen zunächst offen, ob ein Zusammenhang zu einer Auseinandersetzung zwischen den Bandidos und der rivalisierenden Rockergruppe Hells Angels am 21. Januar in Mönchengladbach besteht. Bei einer Massenschlägerei waren damals mehrere Menschen verletzt worden, zwei von ihnen lebensgefährlich. In der Folge hatte es bereits mehrere Razzien gegeben.

Eine Begründung für das Vereinsverbot wurde vom Innenministerium zunächst nicht genannt. Zeitgleich begannen Spezialkräfte der Polizei am Donnerstagmorgen, Wohnungen der Rocker sowie ihr Clubhaus in Alsdorf bei Aachen nach Beweismitteln zu durchsuchen. Weit über 30 Wohnungen und Geschäftsräume in zahlreichen Städten in NRW und Rheinland-Pfalz würden von mehreren hundert Polizisten kontrolliert, stellte ein Sprecher der Polizei Köln fest, die mit der Leitung des Einsatzes betraut ist.

«Das Ziel ist die Durchsetzung des Vereinsverbots», sagte der Sprecher. Bislang sei die Lage «sehr dynamisch», weitere Razzien seien nicht ausgeschlossen.

Nach Angaben eines Ministeriumssprechers liegt das letzte Verbot eines Rockerclubs in NRW rund zehn Jahre zurück. Damals wurde eine kriminelle Vereinigung im Düsseldorfer Raum aufgelöst. Verbote anderer Gruppierungen seien jedoch keine Seltenheit, sagte der Sprecher. In der jüngeren Vergangenheit seien etwa radikal-islamistische und rechtsextreme Gruppierungen verboten worden. dpa

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