nach oben
Mehr Natur, weniger Massentourismus, aber auch Luxus sind neben Städtetrips die Haupt-Trends für 2016
Mehr Natur, weniger Massentourismus, aber auch Luxus sind neben Städtetrips die Haupt-Trends für 2016 © alejomiranda (CC0-Lizenz) © pixabay.com
29.12.2015

Auf in die Ferne: Reisetrends 2016

2016 ist nicht nur ein Schaltjahr, sondern auch voller arbeitnehmerfreundlich gelegener Brückentage. Damit Sie die richtig nutzen können, lesen Sie hier die heißesten Trends in Sachen Reise und Urlaub fürs neue Jahr.

Wer auf die urlaubsverlängernde Hilfe der Brückentage setzt, der hat im neuen Jahr ausnehmend gute Karten und kann so aus seinem normalen Urlaubskontingent auf der Arbeit bei cleverer Planung ein Vielfaches herausholen, wie auch der Spiegel berichtet. Schon für verlängerte Wochenenden bietet sich da ein Kurztrip zu Deutschlands Trendziel Nummer eins an. Doch weiter unten finden Sie auch die angesagtesten Orte weit jenseits von Europas Grenzen.

Reisetrends Deutschland

Nicht nur Neuschwanstein, sondern ganz Bayern wird im neuen Jahr einen Urlaubs-Boom erleben.

Wer im neuen Jahr eines der trendigsten Reiseziele in der Bundesrepublik ansteuern möchte, der muss 2016 noch nicht einmal besonders weit fahren, das Ziel lautet nämlich Bayern. Das Bundesland ist laut den meisten Reiseveranstaltern der Geheimtipp nicht nur für Kurztrips in den Bayrischen Wald oder die Berge zwischen fränkischen Weinbergen und schroffen Alpen, sondern auch für Städtereisen nach München, Nürnberg oder Regensburg. Übrigens könnte eine Tour in den Freistaat auch für Fans von Hopfen und Malz interessant sein: 2016 begehen die Bierbrauer das 500-jährige Bestehen des deutschen Reinheitsgebots.

Daneben lockt aber auch eine Stadt im Westen die Touristen im neuen Jahr an: Köln wird laut einhelliger Meinung vieler Reiseveranstalter 2016 eine ganze Menge Touristen aus dem In- und Ausland willkommen heißen. Grund: Die Stadt am Rhein bietet eine für viele attraktive Mischung aus Historik und Moderne, gepaart mit einem kräftigen Schuss Lokalkolorit in Form der „Kölsche Art

Im Überblick:

  • Bayern

  • Städtereisen

  • Köln

Reisetrends Europa

Portos malerische Altstadt ist wunderschön erhalten und schon seit längerem ein touristischer Geheimtipp.

Wer die Grenzen der Bundesrepublik hinter sich lassen möchte, der findet innerhalb Europas vor allem sehr viele Städte, die von den Veranstaltern als Highlights angesehen werden: Porto, die zweitgrößte Stadt Portugals bietet einen spannenden Mix aus atlantischem Flair und der Lebensart der Iberischen Halbinsel. Vor allem der terrassenförmige Aufbau der Altstadt ist schon seit längerem ein Geheimtipp unter Städte-Fans. Zwar nicht mehr in der EU aber immerhin noch in Europa liegt auch ein nächster Trend und zwar Moskau. Russlands Hauptstadt verliert in der Realität und den Köpfen der Westler immer mehr die klassischen Kaltkriegs-Attribute. Zurück bleibt eine malerische Architektur gepaart mit viel erlebbarer Geschichte. Das haben auch die Stadtväter Moskaus erkannt und werben schon seit einigen Jahren um die Gunst westlicher Touristen. Wer es mit dem Russischen nicht so hat und lieber sein Englisch polieren möchte, dem sei Brighton ans Herz gelegt: Das englische Seebad an der Ärmelkanalküste bietet vor allem ein quirliges Nachtleben mit Fokus auf Beat – sowohl in Form klassischer Beatmusik der 1960er, als auch elektronischen „Big Beat“-Rhythmen der 90er. Wer auf Beatmusik steht, der sollte sich auch ein weiteres britisches Reiseziel auf der Karte markieren: Liverpool, die Heimat der Beatles, ist 2016 ebenfalls ein großer Trend.

Im Überblick:

  • Porto

  • Moskau

  • Brighton

  • Liverpool

Reisetrends International

Fernöstliche Kultur zwischen Supermetropole Tokio und einsamen Bergdörfern. Japan liegt 2016 voll im Urlaubs-Trend.

Wer gern richtig in die Ferne schweift, der profitiert im neuen Jahr von aufstrebenden, aber noch nicht im touristischen Sinne überlaufenen Destinationen: Japan und Südkorea stehen in den Köpfen vieler Europäer eher für Unterhaltungselektronik, aber weniger für ein Urlaubsziel. Das könnte sich allerdings schnell ändern, denn in beiden Ländern findet sich trotz des westlichen Einflusses noch eine starke eigenständige Kultur, die sich stellenweise extrem von unserer westlichen unterscheidet. Generell ist Asien ein Trend, der sich bereits in den vergangenen Jahren immer stärker abzeichnete: Der Himalaya-Staat Bhutan wird ebenso neue Fans finden wie das etwas weiter westlich liegende Nepal. Dass beide Länder so beliebt sind, liegt auch an einem allgemeinen Reisetrend, der in den Augen vieler Touristen immer stärker in den Fokus zu rücken scheint: Weg vom Massentourismus.

Im Überblick:

  • Japan

  • Südkorea

  • Bhutan

  • Nepal

 

Allgemeine Reisetrends

Unvervessliche Momente stehen als Luxusform immer weiter auf der Wunschliste der Rulauber – gern aber auch mit einer Prise „klassischem“ Luxus.

Neben Städtereisen scheinen sich auch immer mehr Menschen auf Kreuzfahrt zu begeben. Allerdings schrecken vor allem Anfänger dieser Reiseform vor wochenlangen Schiffsaufenthalten in der Karibik á la „Love Boat“ zurück. Dabei gibt es bereits für jede Zielgruppe passende Routen und Schiffe, so beispielsweise der Anbieter RoyalCaribbean, der allein nach eigenen Angaben 270 Reiseziele in 72 verschiedene Länder anfährt. Zudem bringen immer mehr Kreuzfahrt-Veranstalter das Thema Flussreisen zusätzlich ins Spiel beispielsweise die Donau hinab. Das verbindet die Annehmlichkeiten der klassischen Kreuzfahrt mit der Kultur von Städtereisen und hat bereits vielen auch „richtige“ Kreuzfahrten auf dem Meer schmackhaft machen können.

Daneben geht der Trend auch „back to the roots“: Die Themen Ruhe, Entspannung und Umwelt nehmen immer mehr Raum in den Wünschen der Urlauber ein. Der klassische „Teutonengrill“ mit Bettenburg und wenig regionaler Identität tritt immer mehr in den Hintergrund. Dafür steigen die Wünsche nach Naturverbundenheit. Das kann eine Wandersafari in Afrika sein, oder eine Radtour durch das japanische Hinterland. Dieser Trend lässt sich vor allem damit erklären, dass viele Westler das ganze Jahr über auf der Arbeit und in der Freizeit mit einem immer größeren Leistungsdruck zu kämpfen haben. Der Urlaub soll dabei das komplette Gegenteil darstellen und dort Ruhe schaffen, wo mittlerweile auch viele Wochenenden mit Überstunden und Extra-Arbeit gefüllt sind. Interessant ist dabei aber, dass auch der Luxus trotzdem nicht zu kurz kommen darf. Das müssen keine „goldenen Wasserhähne“ sein, aber auch in der Natur wünschen sich die Touristen 2016 ein bequemes Bett und gute Verpflegung. Zu dieser Form von Luxus gehört aber auch das Kreieren von unvergesslichen Momenten wie der Besuch eines Klosters in Bhutan, aber auch weniger klassische „Feelgood-Erlebnisse“ wie eine geführte Tour entlang der militarisierten Grenze zwischen Süd- und Nordkorea. Bilder von solchen einzigartigen Augenblicken laufen dem klassischen Partnerfoto am Strand immer mehr den Rang ab und lassen sich heute dank moderner Medientechnik in der Hosentasche von jedem in professioneller Qualität festhalten.

 

Bildquellen: ©

1) alejomiranda (CC0-Lizenz) © pixabay.com

2) ichambodensee (CC0-Lizenz) © pixabay.com

3) amurca (CC0-Lizenz) © pixabay.com

4) Unsplash (CC0-Lizenz) © pixabay.com

5) tpsdave (CC0-Lizenz) © pixabay.com