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Silvester-Böller haben mehrere Kinder in Deutschland schon vor dem Jahreswechsel schwer verletzt.
Silvester-Böller haben mehrere Kinder in Deutschland schon vor dem Jahreswechsel schwer verletzt. © dpa
30.12.2017

Auge verloren: Schon vor Silvesternacht Kinder durch Böller verletzt

Silvester-Böller haben mehrere Kinder in Deutschland schon vor dem Jahreswechsel schwer verletzt. So hat ein 13-Jähriger ein Auge verloren, eine 14-Jährige erlitt einen Hörsturz, andere mussten mit schweren Verletzungen an Hand und Kopf ins Krankenhaus.

In Dortmund war ein Böller in der Hand eines Siebenjährigen explodiert. Der Junge erlitt bei dem Vorfall am Freitag nach Polizeiangaben schwere Verletzungen an der Hand und im Gesicht. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zwei sieben und zehn Jahre alte Mädchen wurden leicht verletzt. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Junge im Hausflur eines Wohnhauses, als das Unglück passierte.

Auf einem Spielplatz in Berlin verlor ein 13-Jähriger bei einer Böller-Explosion ein Auge, wie lokale Medien unter Berufung auf die Feuerwehr berichteten. Ein Zehnjähriger erlitt eine Platzwunde am Kopf. Beide Kinder kamen ins Krankenhaus.

In Leipzig wurde eine 14-Jährige mit Böllern beworfen und schwer verletzt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Sie sei am Donnerstag mit einer Freundin unterwegs gewesen, als aus einer Gruppe heraus Silvesterknaller in ihre Richtung flogen. Einer explodierte neben ihrem Kopf, so dass sie vermutlich einen Hörsturz erlitt. Ein 18-Jähriger wurde gestellt.

Im niedersächsischen Nordhorn setzte ein Kind mit einem Böller ein Zimmer in Brand. Seine Mutter kam mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Einsatzkräfte löschten das Feuer demnach noch am Freitagabend, doch blieb das Haus zunächst unbewohnbar.

Die Polizei rief angesichts mehrerer Explosionen zur Vorsicht im Umgang mit den Knallkörpern auf. «Feuerwerkskörper gehören nicht in die Hände von Kindern und dürfen nur an Silvester und Neujahr gezündet werden», erklärte die Dortmunder Polizei und mahnte Eltern: «Behalten Sie Ihre Kinder im Auge und weisen Sie sie auf die möglichen Gefahren hin!»

Schon zum Jahreswechsel 2016/17 hatten falsch verwendete Böller etliche Kinder schwer verletzt. In Dörpen in Niedersachsen kam damals ein Elfjähriger mit Verbrennungen und einer Augenverletzung in eine Spezialklinik, nachdem ein Unbekannter den vorbeiradelnden Jungen am Neujahrstag mit einem Knaller beworfen hatte.

Ein Zehnjähriger erlitt in Schorndorf bei Stuttgart schwere Verletzungen, als am Neujahrsmittag 2017 ein Feuerwerkskörper in seiner Jacke explodierte. Ein 15-Jähriger verletzte sich beim Zündeln mit Böllern auf einem Spielplatz in Schwäbisch Hall.

In Bayreuth explodierte ein Böller ist in der Hand eines Achtjährigen, der mit seinen drei Brüdern nach der Silvesternacht noch funktionierende Feuerwerkskörper sammelte und ausprobierte: Der Junge kam mit schweren Brandverletzungen in eine Spezialklinik.

Bei Augsburg fanden zwei 12 und 13 Jahre alte Jungen Anfang 2017 einen Böller, den sie zündeten. Weil die Zündschnur sehr kurz war, explodierte der Kracher sofort und verletzte beide, den Jüngeren nur leicht. Der Ältere kam schwer verletzt in eine Augenklinik.

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