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Die Klasse 4b aus Eutingen auf dem abenteuerlichen Weg zum Notausgang des Flusskraftwerks.
Die Klasse 4b aus Eutingen auf dem abenteuerlichen Weg zum Notausgang des Flusskraftwerks.
30.03.2017

Aus Wasser wird Strom: Karl-Friedrich-Schule Eutingen zu Besuch im Flusskraftwerk

Pforzheim. Die Klasse 4b der Karl-Friedrich-Schule Eutingen besuchte das Flusskraftwerk Auerbrücke in Pforzheim. Ralf Gottwald, bei den Stadtwerken Pforzheim Leiter der Abteilung, die sich um die Flusskraftwerke kümmert, begrüßte die Schüler. Dann erzählte er ihnen, dass es das Flusskraftwerk an der Auerbrücke seit 1984 gibt. An dieser Stelle fließen die Enz und die Nagold zusammen. Das Wasser wird durch zwei Wehre gestaut. Daneben rauschen pro Sekunde 18 000 Liter Wasser rund fünf Meter in die Tiefe. Durch dieses drehen sich zwei Turbinen.

Zwei Generatoren wandeln die Dreh-Bewegung in Strom um. Dieser reicht für 1 100 Haushalte. Der Strom wird mit Kabeln unter der Erde zu den Häusern gebracht. Zwischen 2012 und 2015 gaben sie über zwei Millionen Euro für eine vollautomatische Steuerung und einen neuen Rechen aus. Die Maschinen wurden ausgebaut, repariert und wieder eingebaut. Neben dem Kraftwerk wurde in der Tiefe eine 86 Meter lange Fischtreppe mit 45 Becken errichtet. Fische können damit gegen den Strom das fünf Meter hohe Wehr überwinden.

Über Wandleitern kommt man zu einem schmalen Gang unter dem Fluss. Dieser ist unter anderem ein Notausgang.

Der vier Meter hohe grobe Rechen an der Wasseroberfläche und ein feinerer Rechen unter Wasser verhindern, dass Schmutz in die Turbinen gelangt. Der Grobrechen wird jeden Tag gereinigt, dabei wird der Müll über das Wehr in den tiefer liegenden Fluss gespült. Die Lebewesen im Fluss brauchen Stoffe aus dem Schmutz als Nahrung.

Die Klasse 4b fand die Führung durch das Flusskraftwerk sehr interessant.