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04.08.2010

Ausgang offen: Zweite Instanz kassiert Derivate-Urteil gegen Bank

Nun ist die Sache vor dem Oberlandesgericht Frankfurt für die Stadtwerke Pforzheim gegen die Deutsche Bank also schlechter ausgegangen als in der ersten Instanz vor dem Landgericht. Wer darin einen Fingerzeig für die Stadt Pforzheim sieht, der irrt.

 

Erstens bestätigt sich in den Prozessen über den Spread Ladder Swap immer mehr der Satz, wonach man auf See und vor Gericht in Gottes Hand ist. Sowohl die Richter der ersten Instanz als auch ihre Kollegen vom OLG Stuttgart sahen die Sache anders als die hessische Kammer gestern. Insofern ist selbst für dieses Verfahren der Ausgang vor dem Bundesgerichtshof offen.

Zweitens gehört der Fall der Stadtwerke zu den bundesweit rund 200, die nur mit der Deutschen Bank zu tun haben. Das sieht, von den Machern diverser Fernsehbeiträge beharrlich ignoriert, im Fall der Stadt Pforzheim anders aus. Für sie geht es im Wesentlichen um das Folgegeschäft mit J.P. Morgan. Dessen Bewertung steht auf einem anderen Blatt. Zivil- wie strafrechtlich.

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