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Zahlreiche Polizisten begleiten am 12.09.2015 in der Innenstadt von Hamburg eine Demonstration des Hamburger Bündnisses gegen Rechts. Ein breites Bündnis von Parteien, Kirchen und Verbänden hatte zu Protestkundgebungen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten aufgerufen, der am Freitag vom Bundesverfassungsgericht verboten wurde. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.
Zahlreiche Polizisten begleiten am 12.09.2015 in der Innenstadt von Hamburg eine Demonstration des Hamburger Bündnisses gegen Rechts. Ein breites Bündnis von Parteien, Kirchen und Verbänden hatte zu Protestkundgebungen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten aufgerufen, der am Freitag vom Bundesverfassungsgericht verboten wurde. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. © dpa
12.09.2015

Ausschreitungen: Bahnverkehr am Hamburger Bahnhof eingestellt

Am Hamburger Hauptbahnhof ist der gesamte Fern- und S-Bahnverkehr am Samstag aufgrund von Ausschreitungen bei Kundgebungen linker Demonstranten eingestellt worden. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Am Mittag standen sich nach seinen Angaben mehrere hundert Demonstranten und Polizisten am Bahnhof der zweitgrößten Stadt Deutschlands gegenüber. Linke Demonstranten bewarfen einen Zug mit Steinen und attackierten Beamte mit Reizgas.

Zeitgleich demonstrierten auf dem Hamburger Rathausmarkt mehrere tausend Menschen für Vielfalt und Toleranz. «Wir wollen keine Nazis, wir brauchen keine Hooligans und wir brauchen keine Rassisten», sagte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD). Mit Ausnahme dieser Menschen sei jeder in der Hansestadt willkommen. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) betonte: «Hamburg bekennt Farbe.»

Anlass war eine für den Samstag geplante, aber per Gerichtsbeschluss verbotene Demonstration von Rechtsextremen und Hooligans in Hamburg. Zuletzt wies am späten Freitagabend das Bundesverfassungsgericht eine Beschwerde der Veranstalter des geplanten «Tags der deutschen Patrioten» ab.

Die Rechtsextremen versuchen nun möglicherweise, auf Bremen auszuweichen. Dort verbot die Polizei alle Ersatzveranstaltungen der Rechten. Sie erließ für alle aus Hamburg anreisenden Teilnehmer ein Betretungsverbot für Bremen. Zudem wurde vorsorglich der Wochenmarkt im Zentrum der Stadt geräumt.