nach oben
07.03.2008

Automarkt erwartet 25.000 Besucher auf dem Messplatz

PFORZHEIM. Er ist nicht mehr aus der Goldstadt wegzudenken: Der Pforzheimer Automarkt. In 25 Jahre hat er sich auf dem Messplatz zu einer Institution für die gesamte Region entwickelt.

Mit über 40 Ausstellern und knapp 800 Ausstellungs-Fahrzeugen, davon über 320 Neu- und gut 460 Gebrauchtwagen, ist der Messplatz auch in diesem Jahr voll ausgebucht. Damit steht fest, dass der 25. Pforzheimer Automarkt am Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr mit Abstand die größte Autoschau der Region bleibt.

Mit PZ-Gutschein
250 Euro sparen

Als besonderen Dank an die Kunden gibt es zum Jubiläum des Pforzheimer Automarkts auf dem Messplatz beim Autokauf einen Gutschein über 250 Euro, der auf den Kaufpreis angerechnet wird. Den Gutschein findet man in der Samstag-Ausgabe der „Pforzheimer Zeitung“.

Eine Fülle aktueller Modelle soll die Besucher ebenso begeistern wie das umfangreiche Rahmenprogramm. Der Mix aus Informationen und Kurzweil soll, so schätzen es die Organisatoren, 25.000 Besucher anlocken.
Am Samstag, 8. März um 10 Uhr eröffnet Fritz-W. Pohl, Niederlassungsleiter der Pforzheimer Schwabengarage (ehemals B+L) den Automarkt. Bürgermeister Alexander Uhlig und Stefan Mappus, CDU-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag, werden als Vertreter der Politik mit von der Partie sein.

Trotz der wenig befriedigenden Inlandsnachfrage bei Pkws dürfte auch der 25. Pforzheimer Automarkt für reges Interesse an individueller Fortbewegung sorgen. Man kann samstags und sonntags direkt vor Ort kaufen. Wichtig dabei sei, so Roman Rösch, Pressesprecher der Kfz-Innung, der direkte Angebotsvergleich auf überschaubarem Raum.

Die Bandbreite der angebotenen Modelle deckt so gut wie alle Bereiche ab, ob Pkw/Kombi, leichte Nutzfahrzeuge bis hin zu Geländewagen und anderem mehr. Motorräder, Roller eingeschlossen. Das alles jeweils neu und/oder gebraucht. Pohl verweist darauf, dass es „junge Gebrauchte zum Top-Preis“ ebenso gebe wie Neufahrzeuge mit Händlereintrag ohne Laufleistung und „versehen mit einem günstigen Finanzierungsangebot“. Das alles soll eine sofortige Kaufentscheidung für den Autointeressenten erleichtern.

Ein besonderer Vertrauensbeweis gegenüber den Kunden sei es auch, so Rösch, dass alle Gebrauchtfahrzeuge dem Qualitätsstandard des ZDK entsprechen und somit dessen Vertrauenssiegel haben. Die Fahrzeuge seien werkstattgeprüft und hätten neuen TÜV/AU samt einer mindestens zwölfmonatigen Garantie, erweiterbar sogar auf 24 Monate – teilweise mit Umtauschrecht innerhalb von acht Tagen.

25 Jahre Pforzheimer Automarkt auf dem Messplatz

{ImageR}Übung macht den Meister oder in unserem Falle den Publikumsmagneten Pforzheimer Automarkt. Gewerbeschule (1978) – Parkplatz hinter dem Rathaus (1979) – Sparkassen-Parkhaus (1982/83) – schließlich und endlich seit 1984, bis auf den heutigen Tag, der Messplatz: So lautet eine nunmehr 30-jährige Erfolgsgeschichte – bereits seit 25 Jahren findet der Pforzheimer Automarkt auf dem Messplatz statt. Auch Zufälle gehören da oftmals zur Erfolgsgeschichte.

So kam es etwa Anfang der 80er-Jahre dem damaligen Sparkassen-Chef Ernst Wagener gerade recht, dem neu gebauten Parkhaus an der Luisenstraße erhöhte Aufmerksamkeit zu verschaffen: Waren doch die Verantwortlichen der bisherigen Autoausstellungen auf Standortsuche. Was lag da näher, als sich an Horst Lauterbach, den damaligen Innungsobermeister, zu wenden.

In großem Rahmen präsentieren

Der erkannte denn auch gleich das enorme Potenzial, das sich hinter so einer Veranstaltung verbirgt: Nämlich die Chance, für die etablierten regionalen Autohäuser, sich auch einmal außerhalb ihrer vier Wände zu präsentieren – und das jenseits der damaligen (und teilweise auch heute) gültigen Öffnungszeiten; und noch dazu verkaufen zu dürfen. 

Auf Erfahrungen mit einem solchen Automarkt konnte Theo Stefan, der damals neue Geschäftsführer Brenk & Linkenheil (heute Schwabengarage) verweisen. Hatte er doch in Heilbronn an seinem vorherigen Arbeitsplatz ein ähnliches Konzept aus nächster Nähe kennengelernt. Auch der heutige Sparkassen-Chef Dr. Herbert Müller konnte damals seine Erfahrungen aus Überlingen am Bodensee einbringen. Das überzeugte gleich mehrere Autohändler vor Ort.

Autohäuser werden selbst aktiv

Zunächst waren im Sparkassenparkhaus ein knappes Dutzend Firmen mit von der Partie, von denen jedes zehn bis zwanzig Fahrzeuge präsentierte – allerdings nur Neufahrzeuge. Vorteil des Sparkassen-Parkhauses: Die Fahrzeuge konnten bei schlechtem Wetter vor Regen geschützt präsentiert werden. Doch genug kann nie genügen. Vor allem wenn sich der Erfolg einstellt.

Aus den Händen der Innung ging die Verantwortung für den Pforzheimer Automarkt an die neu gegründete Interessengemeinschaft Pforzheimer Autohäuser über – 1984 fand der erste Automarkt auf dem Messplatz statt. Das Ganze kräftig unterstützt von der Stadt Pforzheim und der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald. Als fester Termin wurde jeweils das zweite Wochenende vor Ostern festgelegt, was mit Ausnahme eines Jahres auch so beibehalten wurde.

Bis zu 30.000 Besucher

Mit elf Mitgliedern startete die Interessengemeinschaft, neun davon sind geblieben. Pläne, die Organisation an Messe-Gesellschaften abzugeben wurden schnell verworfen und das Heft in die eigene Hand genommen – trotz des enormen organisatorischen Aufwandes. Doch mit viel Herzblut geht bekanntlich alles besser: So hat sich der Pforzheimer Automarkt über die Jahre zu einer regelrechten Pforzheimer Institution entwickelt. Bis zu 30.000 Besucher informierten sich von Jahr zu Jahr jeweils zwei Wochen vor Ostern über Neu- und Gebrauchtwagen – und haben mit über 700 Fahrzeugen und 30 Auto-Marken die Qual der Wahl. So hat man sich gar den Status eines Traditionsmarktes erarbeitet, sprich, es sind nicht Jahr für Jahr aufs Neue Genehmigungen erforderlich. Was den organisatorischen Aufwand dank weniger bürokratischer Hürden vermindert.

Insbesondere sonntags ist der Automarkt auf dem Messplatz zu einem Ausflugsziel für die Menschen aus der Region geworden, und das aus einem Umkreis bis zu 50 Kilometern.

Fahrzeug-Verkauf auch am Sonntag

Und die kommen nicht allein zum Schauen sondern auch zum Kaufen: „120 bis 150 Wagen wechseln jedesmal den Besitzer, hauptsächlich gebrauchte Fahrzeuge. Bei Neuwagen entwickeln sich oftmals Folgegeschäfte“ erzählt Roman Rösch, Pressesprecher der Kfz-Innung und mit seinem Autohaus selbst Mitglied bei der Interessengemeinschaft Pforzheimer Autohäuser.

Doch was ist das eigentliche Erfolgsrezept des Pforzheimer Automarktes – immerhin der größte weit und breit? „Gemeinsamkeit macht stark“, betont Roman Rösch. Kein einzelnes Autohaus könne derart viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wie es ein solcher gemeinschaftlicher Kraftakt kann. Und das bei geteilten Kosten. Hinzu komme das attraktive Beiprogramm mit Polizei, TÜV, Dekra und einem reizvollen Programm für die kleinen Besucher.