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Ein Säugling wird im Krankenhaus der Gemeinde Pujinag in China behandelt. Das Baby war in einem Toilettenrohr kopfüber von Nachbarn gefunden worden.
Ein Säugling wird im Krankenhaus der Gemeinde Pujinag in China behandelt. Das Baby war in einem Toilettenrohr kopfüber von Nachbarn gefunden worden. © dpa
28.05.2013

Baby rutschte nach Geburt ins Toilettenrohr - Mutter rief Retter zu Hilfe

Peking. Die Mutter des Neugeborenen, das in China aus einem Toilettenrohr gerettet wurde, hat das Kind an dem Ort geboren und dann selbst Alarm geschlagen. Erst im Verhör durch die Polizei von Pujiang (Provinz Zhejiang) habe die 22-Jährige gestanden, den Säugling dort zur Welt gebracht zu haben, wie die Zeitung «Dushi Kuaibao» am Mittwoch berichtete.

Das Neugeborene sei ihr in das Stehklo gerutscht. Sie habe den Jungen nicht herausziehen können. Sie habe die Vermieterin gerufen und gesagt, dass ein Baby schreie. Aus Angst vor Entdeckung und weil sie das Kind als Alleinstehende nicht großziehen könne, habe sie die Details anfangs verschwiegen. Schon ihre ungewollte Schwangerschaft habe sie verborgen.

In der Volksrepublik ist es gesellschaftlich wenig akzeptiert, dass unverheiratete Frauen Kinder zur Welt bringen. Seit Ende der 70er Jahre herrscht eine strenge Ein-Kind-Politik. Es gibt immer wieder Berichte, dass Mädchen oder Behinderte nach der Geburt ausgesetzt werden. Wegen der traditionellen Bevorzugung männlicher Nachkommen ist die Aussetzung eines Jungen aber eher selten.