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Eine 77-Jährige ist in einer Osnabrücker Klinik auf tragische Weise ums Leben gekommen.
Eine 77-Jährige ist in einer Osnabrücker Klinik auf tragische Weise ums Leben gekommen. © dpa
29.01.2016

Bei Untersuchung im Krankenhaus eingequetscht - Frau stirbt

Unglück auf dem Untersuchungstisch: Bei einer Behandlung in einem Krankenhaus in Osnabrück ist eine 77-Jährige eingequetscht und tödlich verletzt worden. Zuvor hatte sich ein Teil eines über der Frau hängenden Untersuchungsgeräts gelöst. Das mehrere hundert Kilo schwere Stück quetschte die Frau ein. Die Staatsanwaltschaft geht von einem technischen Defekt aus.

Die 77-Jährige aus Recke (Nordrhein-Westfalen) war bereits am Donnerstag vergangener Woche in die Klinik gekommen. Dort sollte sie mit einer sogenannten Gammakamera auf mögliche Gewebeveränderungen untersucht werden - ähnlich dem Verfahren mit einem Magnetresonanztomographen (MRT). «Die Kamera ist dabei heruntergefallen und hat die Frau getroffen», sagte Krankenhaussprecherin Simone Hoffmann am Freitag.

Die 77-Jährige wurde zunächst noch behandelt. Am vergangenen Sonntag starb sie dann aber an den schweren Verletzungen. Menschliches Versagen oder ein Bedienungsfehler werden nach den ersten Erkenntnissen ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung. Die Ergebnisse eines Gutachtens werden in der kommenden Woche erwartet.

Eine Woche vor dem Unfall habe der Hersteller die Kamera routinemäßig gewartet, sagte die Sprecherin der Klinik. Ähnliche Vorfälle aus anderen Städten in Deutschland seien ihr nicht bekannt. Der Raum mit dem Untersuchungsgerät sei sofort abgeschlossen worden, sagte die Sprecherin. Es sei im Krankenhaus das einzige Gerät dieser Art. Es werde nun nicht repariert, sondern ausgetauscht.