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Weniger Fleisch bekommen einige belgische Soldaten zu essen. Dafür gibt es Kartoffel-Nachschlag. Und wie essen Belgier ihre Kartoffeln? Als frittierte Stäbchen. So dürfte mit der Soldatendiät kein Krieg zu gewinnen sein.
Weniger Fleisch bekommen einige belgische Soldaten zu essen. Dafür gibt es Kartoffel-Nachschlag. Und wie essen Belgier ihre Kartoffeln? Als frittierte Stäbchen. So dürfte mit der Soldatendiät kein Krieg zu gewinnen sein. © dpa
12.01.2012

Belgien setzt Soldaten auf Diät: Weniger Fleisch, mehr Kartoffeln

Brüssel. Nicht Taliban, nicht Dschungelkrieger, nicht böse Nachbarn – ihr Feind ist der Heißhunger: Soldaten aus dem Pralinen- und Bierland Belgien sollen abspecken. Mit Diätberatern und verkleinerten Fleischportionen. Wer den Krieg gewinnen will, muss fit sein. Und weil Belgien gerade keinen großen Krieg führt, sind die Landesverteidiger eher fett.

Wie die Tageszeitung «Het Laatste Nieuws» am Donnerstag berichtete, bekommen wohlgenährte Uniformträger auf Wunsch einen digitalen Diätberater zur Seite gestellt: Die Armeeangehörigen können freiwillig auf ein Internet-Diätprogramm zurückgreifen. Dem Bericht zufolge haben schon mehr als 320 Soldaten ihren Kilos den Kampf angesagt. Erfolgreich war bis jetzt jeder Dritte.

Zu wenig, findet das belgische Verteidigungsministerium - und kürzt zusätzlich rund 600 Soldaten die Fleischportionen. «Es ist ein Experiment», betonte die Behörde auf dpa-Anfrage. So schrumpfen im Militärkrankenhaus Neder-Over-Heembeek bei Brüssel die Fleischstücke von 150 auf 100 Gramm.

Angst, im Einsatz schlapp zu machen, müsse aber kein Soldat haben. «Wer wirklich nicht satt wird, kann um Nachschlag bitten», sagte der Ernährungsberater der Armee, Patrick Mullie, der Zeitung. «Wir haben Extra-Portionen an Kartoffeln.» Nur: Wer „Asterix in Belgien“ gelesen hat, weiß, was die Belgier aus Kartoffeln machen. Nämlich Pommes Frites. Und da ist es mit dem Diätgedanken nicht mehr weit her. dpa/tok

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