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© Symbolbild: dpa
05.02.2014

Beliebt aber umstritten: Nutella wird 50

Frankfurt/Main (dpa) - Was Mesut Özil, Manuel Neuer und Benedikt Höwedes auf dem Frühstückstisch stehen haben? Nutella, natürlich. Zumindest, wenn man der Werbung des Herstellers Ferrero Deutschland Glauben schenken darf. Der Lebensmittelkonzern bewirbt seine kalorienreiche Nuss-Nougat-Creme gerne mit den Gesichtern von Fußballnationalspielern. In diesem Jahr wird Nutella 50.

Umfrage

50 Jahre Nutella: Essen Sie Ihr Nutellabrot mit Butter darunter?

Ja, so schmeckt es viel besser 32%
Nein, Nutella alleine ist lecker genug 38%
Nein, ich mag Nutella nicht 24%
Mal so, mal so 6%
Stimmen gesamt 470

Der Brotaufstrich wurde 1940 von dem italienischen Konditor Pietro Ferrero entwickelt. Seinen heutigen Namen erhielt die ehemalige «Supercrema» 1964. Ein Jahr später kam das erste Nutella-Glas in Deutschland in den Handel. Seitdem ist die süße Nascherei das Synonym für Nuss-Nougat-Creme schlechthin. Eine Tatsache, die Ernährungsberatern bitter aufstößt.

Die Creme als solche in ihre Bestandteile zerlegt ergibt laut Etikett: «Zucker, pflanzliches Fett, Haselnüsse (13 Prozent), fettarmer Kakao, Magermilchpulver (7,5 Prozent), Emulgator Sojalecithin, Vanillin.» Die Frankfurter Ernährungsberaterin Miriam Eisenhauer übersetzt: «In einem Glas Nutella sind somit rund zwei Drittel Zucker. Das letzte Drittel ist Fett.» Für Eisenhauer gehört Nutella nicht auf den Frühstückstisch. «Vor dem Hintergrund, dass mehr als die Hälfte aller erwachsenen Deutschen übergewichtig ist, ist Nutella kein gesundes Frühstück.» «Nutella ist eine Süßigkeit. Und wie nach anderen Süßigkeiten, kann man auch nach Nutella süchtig werden.»

Keine Frage: Nutella ist beliebt. Laut einer Umfrage des Herstellers, der sogenannten Frühstücksstudie von 2010, kommt Nutella bei 70 Prozent der Haushalte, die Nuss-Nougat-Cremes zum Frühstück essen, regelmäßig auf den Tisch. Es gibt seit 2007 gar einen sogenannten «Welt-Nutella-Tag». Sogar Nutella-Kochbücher gibt es mittlerweile.

Weniger beliebt ist Nutella hingegen bei Verbraucherschützern. Immer wieder kritisiert beispielsweise Foodwatch Ferrero. «Ferrero trägt maßgeblich zur Fehlernährung von Kindern bei», sagt Oliver Huizinga von «Foodwatch».

Aller Kritik zum Trotz ist Nutella ein Exportschlager: Das «Geburtstagskind» wird rund um den Globus, in mehr als 160 Ländern vertrieben.