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Bellut: «Wetten, dass ..?» macht 2012 eine Pause.
Bellut: «Wetten, dass ..?» macht 2012 eine Pause © dpa
20.06.2011

Bellut: «Wetten, dass ..?» macht 2012 eine Pause

Über die Nachfolge von Thomas Gottschalk will das ZDF im Herbst entscheiden. «Danach möchten wir eine Pause einlegen, damit Gottschalks Schatten nicht zu dunkel auf dem Neuen liegt», sagte der Programmdirektor und designierte Intendant des Senders, Thomas Bellut.

«Im ersten Halbjahr 2012 wird es deshalb keine Sendung geben.» Zu möglichen Kandidaten erklärte Bellut: «Richtig ist, dass ich zurzeit mit zwei Moderatoren Gespräche führe.» Der 56-Jährige nannte auch zwei Namen: Jörg Pilawa gehöre zur Top-Riege der ZDF-Moderatoren. «Ich würde ihn bei so einer Frage nie übergehen.» Die Beliebtheit von Hape Kerkeling sei «gigantisch», sagte Bellut weiter. «Und wir verstehen uns gut.»

Gleichzeitig will der ZDF-Programmdirektor darum kämpfen, dass Thomas Gottschalk dem Mainzer Sender erhalten bleibt. «Ich würde mir wünschen, dass er bei uns eine wöchentliche Late-Night-Show moderiert», sagte Bellut. «Ich hoffe, dass Gottschalk sich für uns entscheidet. Aber offenkundig hat er ein Angebot der ARD das eine tägliche Vorabendsendung umfasst.» Gottschalk wolle sich wohl erst nach seinem Urlaub festlegen. Bis Anfang August müsse man aber Gewissheit haben.

Der TV-Moderator hatte am Samstagabend die letzte Sommer-Spezial- Ausgabe von «Wetten, dass ..?» auf Mallorca moderiert. Im Herbst will er mit drei Erinnerungssendungen endgültig Abschied von der beliebten TV-Show nehmen. Anlass für seinen Ausstieg war der schwere Unfall von Wettkandidat Samuel Koch im vergangenen Dezember. «Als ich festgestellt habe, dass ein Mensch zu Schaden gekommen ist, der ein Leben lang gezeichnet ist, habe ich mich gefragt, ob ich weitermachen kann. Ich habe die Frage mit "nein" beantwortet», hatte der TV-Moderator noch vor der Mallorca-Sendung erklärt.

Nach Gottschalks Abschied strebt Bellut einen grundlegenden Umbau der Wett-Show an. «Womöglich werden wir künftig weniger internationale Stars als Wettpaten einladen, sie sind oft austauschbar und kein tragendes Element», sagte Bellut dem «Spiegel». Auf jeden Fall müsse die Bereitschaft der Gäste für Spiel und Spaß wachsen. «Da muss mehr kommen als das Auf-der-Couch-sitzen und Ein-paar-Sätze-sagen.»