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Costa Concordia © dpa
10.02.2012

Bergung der "Costa Concordia" beginnt

Giglio/Rom. Vier Wochen nach der Havarie der «Costa Concordia» sind die Vorbereitungen auf das Abpumpen des gefährlichen Schweröls an Bord abgeschlossen. Der niederländischen Bergungsfirma Smit gelang es, die notwendigen Anschlüsse an den ersten sechs Tanks des Kreuzfahrtschiffes anzubringen. Falls sich das Wetter bessert, kann am kommenden Montag mit dem Abpumpen begonnen werden, wie italienische Medien am Freitag berichteten.

Bildergalerie: "Costa Concordia": Beginn der Bergungsarbeiten

Die Bergungsteams müssen in die Tanks jeweils zwei Löcher bohren. In den sechs ersten Tanks befindet sich nach Angaben von Smit mehr als die Hälfte der etwa 2300 Tonnen Treibstoff, überwiegend Schweröl. Sollte das Öl auslaufen, befürchten Experten eine Umweltkatastrophe.

Auch die Suche rund um das gekenterte Schiff geht weiter. Taucher der Feuerwehr kontrollierten am Donnerstag fünf weitere Objekte unter Wasser, die zuvor markiert worden waren. Nach den Angaben des Krisenstabes fanden sie aber nichts von dem havarierten Schiff, also auch keine Opfer. Sechs Objekte müssten nun noch untersucht werden.

Das Kreuzfahrtschiff war vor vier Wochen - am 13. Januar - mit mehr als 4000 Menschen an Bord vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und leckgeschlagen. Bislang wurden 17 Leichen geborgen. 15 Menschen werden noch vermisst, darunter sechs Deutsche.

Das Schweröl muss erhitzt werden, um es aus den tank leiten zu können. Gleichzeitig wird dabei durch die zweite Öffnung Wasser in den Tank gedrückt, um Gewicht und Druck auszugleichen. Wind und Wellengang hatten das Bergungsteam wiederholt gezwungen, ihre vorbereitenden Arbeiten zu unterbrechen. dpa