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Endlich! Mit dem Sonnenschein am Wochenende hat hier und da schon das Bikini-Wetter begonnen. © dpa
15.04.2013

Bikini- und April-Wetter wechseln sich diese Woche ab

Reichlich Sonne von der See bis zu den Bergen - nach dem langen Winter genossen am Sonntag viele Menschen in Deutschland die milden Temperaturen. In Bayern strömten viele an die Seen oder in die Biergärten, im Norden lockte die Wärme Ausflügler an die Strände. In Städten wie Freiburg oder Heidelberg sonnten sich die Menschen schon in Bikini und Badehose in Freibädern. Für die weitere Woche sagen Meteorologen typisches Aprilwetter vorher - Temperaturen über 20 Grad soll es vor allem im Süden geben.

Bildergalerie: Bikini-Wetter: Sonne lockt Menschen ins Freie

Die Spitzenwerte blieben am Sonntag zwar im Süden unter den angekündigten 25 Grad. Dennoch zog es die Menschen zu den Seen. Am Königssee waren es am Wochenende fast doppelt so viele Besucher wie in der Vorwoche, sagte ein Sprecher der Bayerischen Seenschifffahrt. Auch am Starnberger See war bei 20 Grad am Sonntagmittag viel los. Unter blauem Himmel füllten sich die Biergärten im Englischen Garten in München.

In der neuen Woche soll sich typisches Aprilwetter einstellen: Am Montag scheine zunächst noch im ganzen Land meist die Sonne, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mit. Schon im Laufe des Tages bringt dann aber eine Kaltfront vom Atlantik im Nordwesten Wolken, Schauer und Gewitter. Im Osten und Süden wird es dagegen erst am Dienstag wolkig und nass. Am Oberrhein steigt das Thermometer trotzdem auf 23 Grad. Am Mittwoch werden dann mit Ausnahme des kühleren Nordens überall Werte zwischen 18 und 25 Grad erwartet.

Das milde Wetter soll in den kommenden Tagen auch massenhaft Tiere ins Freie locken. «In den nächsten Tagen werden die Massenwanderungen der Amphibien einsetzen, die seit vier, sechs oder acht Wochen in den Startlöchern sitzen», sagte Kai-Steffen Frank vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Radolfzell am Bodensee. «Normalerweise wandern die Kröten und Frösche zeitversetzt, aber dieses Jahr kommen sie alle auf einen Schlag. Da kann es dann zu Gedrängel an den Laichgewässern kommen sowie zu Verlusten auf den Straßen.»

Mit den steigenden Temperaturen löse sich auch der Stau der Zugvögel schnell auf, sagt Frank: «Es wird unglaublich viel Vogelzug am Himmel sein in den nächsten Tagen.»