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Blutbad in Miethaus in Miami: Sieben Menschen sterben
Blutbad in Miethaus in Miami: Sieben Menschen sterben
28.07.2013

Blutbad in Miethaus in Miami: Sieben Menschen sterben

Miami (dpa) - Drama in einem Miethaus bei Miami: Ein 42 Jahre alter Mann hat am Wochenende im US-Staat Florida sechs Menschen erschossen und dann zwei Geiseln in seine Gewalt gebracht. Nach stundenlangen vergeblichen Verhandlungen wird er von der Polizei erschossen. Die Geiseln bleiben unverletzt. Über das Motiv wurde am Sonntag noch gerätselt. Die Polizei hält es aber für möglich, dass ein Streit mit dem Verwalter-Ehepaar des Hauses in Hialeah das Blutbad auslöste. Die beiden seien als Erste erschossen worden.

Die Tragödie begann am Freitagabend (Ortszeit). Da habe der Mieter in seiner Wohnung zunächst ein Bündel von Geldscheinen - etwa 10 000 Dollar - in Brand gesetzt, wie der «Miami Herald» unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete. Die Verwalter seien zu dem Apartment geeilt und dort vor der Tür erschossen worden. Der Mieter habe mindestens 20 Mal auf die Eheleute gefeuert.

Wie es weiter hieß, schoss der 42-Jährige danach vom Balkon seiner Wohnung aus wiederholt auf die Straße. Ein junger Mann, der gerade seinen Sohn von einem Sporttraining abgeholt habe, sei auf einem Parkplatz tödlich getroffen worden. Der Täter drang den Angaben zufolge in dann eine andere Wohnung ein und tötete die drei Bewohner: ein Mann, dessen Freundin und deren 17-jährige Tochter. Der Teenager habe noch versucht wegzurennen und sich in einer Badewanne zusammengekauert. Aber der Schütze sei dem Mädchen gefolgt und habe diese gezielt geschossen.

Anschließend verschanzte er sich den Angaben zufolge mit zwei Geiseln in einer Wohnung im vierten Stock. Die Polizei habe mit dem Mann verhandelt, aber die Gespräche seien nach drei Stunden «zusammengebrochen», zitierte der «Miami Herald» einen Sprecher. Ein Spezialteam habe dann das Apartment gestürmt und den Täter erschossen.

Der Schütze sei vorher nie auffällig geworden, hieß es unter Berufung auf die Polizei. Er habe keine kriminelle Vergangenheit gehabt.