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Vor etwas mehr als zenhn Jahren gab es in Erfurt (Szene vor der Gutenberg-Schule) den ersten Amoklauf an einer Schule in Deutschland mit mehreren Toten. Die aktuelle Bombendrohung an einer Berufsschule in Erfurt war aber wohl nur ein schlechter Scherz. © dpa
26.09.2012

Bombendrohung weckt Erinnerung an Amoklauf

Jeder Alarm an einer Schule in Erfurt weckt schreckliche Erinnerungen an den 26. April 2002 - den ersten Amoklauf an einer deutschen Schule. Damals hatte der 19-jährige Robert Steinhäuser zwölf Lehrer, eine Sekretärin, zwei Schüler, einen Polizisten und zum Schluss sich selbst erschossen. Die Bombendrohung, die am Mittwoch in der Berufsschule in Erfurt einging, ist jedoch wohl nur ein schlechter Scherz gewesen.

Bildergalerie: Bombendrohung weckt Erinnerungen an Amoklauf in Erfurt

Um 10.35 Uhr soll die Bombendrohung im Sekretariat der Marie-Elise-Kayser-Schule in Erfurt eingegangen sein. Bei der sofortigen Evakuierung wurden 900 Schüler in Sicherheit gebracht. Anscheinend wurde kein Sprengsatz gefunden, obwohl die Polizei mit mehreren Beamten und Spürhunden das Gebäude und das Gelände durchsucht hat.

Da die Drohung anonym eingegangen ist, weiß die Polizei wahrscheinlich noch nichts über den Täter. Der Fernsehsender n-tv meldete in den Mittagsnachrichten, dass die Polizei Entwarnung gegeben habe. Der Unterricht an der thüringischen Berufsschule soll daher in Kürze fortgesetzt werden. tok