nach oben
Mehr als sechs Wochen nach der Havarie der «Costa Concordia» ist im Indischen Ozean auf einem anderen Kreuzfahrtschiff der Reederei Costa Crociere ein Brand ausgebrochen. Das Feuer auf der «Costa Allegra» sei inzwischen gelöscht, teilte die italienische Küstenwache mit.
Mehr als sechs Wochen nach der Havarie der «Costa Concordia» ist im Indischen Ozean auf einem anderen Kreuzfahrtschiff der Reederei Costa Crociere ein Brand ausgebrochen. Das Feuer auf der «Costa Allegra» sei inzwischen gelöscht, teilte die italienische Küstenwache mit. © dpa
27.02.2012

Brand und Stromausfall auf weiterem "Costa"-Schiff

Rom/Genua. Etwa eineinhalb Monate nach der Havarie der «Costa Concordia» ist auf einem anderen Kreuzfahrtschiff der Reederei ein Feuer ausgebrochen. Der Brand im Maschinenraum der «Costa Allegra», die im Indischen Ozean unterwegs ist, sei gelöscht, die Passagiere seien «bei guter Gesundheit». Das teilte die Zentrale der italienischen Küstenwache am Montag nach einem Telefonat mit dem Kapitän des 188 Meter langen italienischen Kreuzfahrtschiffes mit.

Nach Angaben der Reederei Costa Crociere sind 1049 Menschen an Bord, darunter 636 Passagiere. «Das Feuer hat sich in keinen anderen Bereich des Schiffes ausgebreitet, es hat weder Verletzte noch Opfer gegeben», hieß es. Die «Costa Allegra» liegt demnach südwestlich der Seychellen und soll nach dem Ausbruch des Feuers ein Hilfssignal abgegeben haben.

Das Schiff ist wegen eines Motorschadens ohne Antrieb und wartet auf einen Schlepper, wie Cosimo Nicastro von der Küstenwache berichtete. Dieser dürfte das Kreuzfahrtschiff jedoch erst am Dienstagnachmittag erreichen. Der Strom sei ausgefallen, die Bordapparatur sei in Notbetrieb, hieß es. Derzeit sollen drei Handelsschiffe sowie zwei Fischerboote auf dem Weg zur «Costa Allegra» sein. Zudem schickten die Behörden der Seychellen zwei Schlepper und ein Flugzeug.

Der Vorfall hatte sich am Montag unmittelbar auf den Aktienkurs des betroffenen US-Reedereikonzerns Carnival ausgewirkt. Dieser war im frühen Handel an der Wall Street um annähernd 2 Prozent auf 29,50 Dollar gefallen. Damit verpufften binnen weniger Minuten rund 400 Millionen Dollar (300 Millionen Euro) an Börsenwert. Die «Costa Allegra» gehört ebenso wie die havarierte «Costa Concordia» zur italienischen Reederei Costa Crociere. Diese wiederum ist eine Tochtergesellschaft von Carnival.

Bei der Havarie der «Concordia» waren mindestens 25 Menschen gestorben, 7 werden noch vermisst. Das Schiff war am 13. Januar vor der italienischen Insel Giglio mit mehr als 4.200 Menschen an Bord gekentert. dpa