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Ein siebenjähriger Junge ist in Großbritannien gegen den Willen seiner Mutter am Gehirn operiert worden.
Ein siebenjähriger Junge ist in Großbritannien gegen den Willen seiner Mutter am Gehirn operiert worden. © dpa
20.12.2012

Britischer Junge gegen Willen der Mutter an Hirntumor operiert

London. Nach tagelangem Gerichtsstreit ist ein siebenjähriger Junge in Großbritannien gegen den Willen seiner Mutter am Gehirn operiert worden. Der Eingriff, bei dem Reste eines Tumors entfernt wurden, sei erfolgreich gewesen, sagte einer der Ärzte am Donnerstag dem Richter am Obersten Gerichtshof in London, der die Operation zwei Tage zuvor angeordnet hatte.

Die Mutter aus der Küstenstadt Brighton wollte, dass ihr Sohn von weiteren Ärzten untersucht wird, bevor die Operation durchgeführt wird. Sie habe Angst vor Risiken wie Hirnschäden und Unfruchtbarkeit, sagte sie vor Gericht. Die 37-Jährige hatte sich zusammen mit ihrem Sohn versteckt und wurde in ganz Großbritannien gesucht. Schließlich fand man sie in Brighton. Die Ärzte gingen davon aus, dass der Junge ohne Operation nach wenigen Monaten sterben würde.

In einem weiteren Prozess wird es darum gehen, ob der Junge nach dem Eingriff einer Strahlenbehandlung unterzogen wird. Auch diese lehnt die aus Neuseeland stammende Mutter aus Angst vor Folgeschäden ab.