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25.05.2015

Bundesbeauftragte: Erleichterungen für Homosexuelle unzureichend

Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Christine Lüders, hat eine völlige Gleichstellung homosexueller Lebenspartner mit Eheleuten gefordert. Die von der Bundesregierung geplanten Erleichterungen für homosexuelle Paare im Zivil- und im Verfahrensrecht seien «unzureichend», erklärte Lüders am Montag. «Es gibt keinen sachlichen Grund, gleichgeschlechtlichen Paaren die vollständige Öffnung der Ehe zu verwehren.»

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Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes hat eine völlige Gleichstellung homosexueller Lebenspartner mit Eheleuten gefordert. Unterstützen Sie diese Meinung?

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Anlass der neuen Debatte in Deutschland am Pfingstwochenende ist ein Volksentscheid, in dem sich die Iren für die Einführung der Homo-Ehe ausgesprochen hatten.

Lüders forderte eine fraktionsübergreifende Bundestagsinitiative für die Öffnung der Ehe. «Das Recht auf Heirat für Lesben und Schwule ist ein Menschenrecht - das gehört nicht in die Parteipolitik. Ich fände es gut, wenn der Bundestag ohne Fraktionszwang darüber abstimmen würde.» Sie sei sicher, dass die große Mehrheit der Parlamentarier für die Homo-Ehe stimmen werde.

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