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Ministerpräsident Horst Seehofer spricht im bayerischen Landtag in München. Foto: Sven Hoppe
Ministerpräsident Horst Seehofer spricht im bayerischen Landtag in München. Foto: Sven Hoppe
23.11.2017

CSU steuert auf einvernehmliche Lösung im Machtkampf zu

München (dpa) - Nach wochenlangem Machtkampf in der CSU hat der Parteichef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer eine «befriedende» Lösung für die künftige personelle Aufstellung angekündigt. In der Partei wird nun erwartet, dass es auf eine Doppelspitze hinauslaufen könnte.Dazu gab es aber bis zum Nachmittag noch keine Entscheidung. Am Abend will Seehofer in einer Sitzung des CSU-Vorstands seine persönlichen Zukunftspläne erläutern. «Heute Abend wird alles klar sein», sagte er am Mittag in München. Bis zu einer weiteren Vorstandssitzung Anfang Dezember soll dann das künftige Personaltableau offiziell stehen.

Erwartet wird, dass Seehofer auf dem Parteitag im Dezember noch einmal als Parteichef antreten, das Ministerpräsidentenamt aber abgeben könnte. Aussichtsreichster Nachfolgekandidat in Bayern ist Seehofers Dauerrivale, Finanzminister Markus Söder. Der 50-Jährige betonte, es gebe den klaren Willen, am Ende miteinander und geschlossen zu guten Ergebnissen zu kommen.

Seehofer steht seit dem Absturz der CSU auf nur noch 38,8 Prozent bei der Bundestagswahl massiv unter Druck, mindestens eines seiner Ämter abzugeben. Die Junge Union forderte den Rückzug des 68-Jährigen als Ministerpräsident spätestens zur Landtagswahl im Herbst 2018.