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überfall © dpa
12.02.2014

Chopard-Juwelier in München mit Axt überfallen

MÜNCHEN/BIRKENFELD. Birkenfelder Schmuck- und Uhrenmanufaktur im Pech: Zweimal in den vergangenen zehn Tagen wurden Chopard-Geschäfte überfallen. Am Mittwochvormittag brachen in München fünf Maskierte mit brutaler Gewalt ein und räumten die Vitrinen aus.

Bereits am Dienstag vor einer Woche hatte sich laut Medienberichten Ähnliches in Zürich zugetragen: Dort waren aber nur zwei Maskierte am Werk. Die Münchner Polizei ermittelt nun auf Hochdruck. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten gibt, wird noch geprüft. Unbekannt war gestern die Höhe des geraubten Wertes. Die Polizei hat allerdings bereits "einige Tatverdächtige" festgesetzt. Am Donnerstag soll auf einer Pressekonferenz Näheres bekannt gegeben werden.

Dass Räuber am hellichten Tag, dazu noch in einer renommierten Einkaufsstraße, einbrechen, ist selten. "Das ist schon eine außergewöhnliche Geschichte", sagte gestern ein Sprecher der Münchner Polizei. "Zum Glück" sei das nicht normal. Die Täter hatten die Glastür der Chopard-Boutique an der teuren Maximilianstraße laut Polizei mit einem großen Werkzeug eingeschlagen - Medienberichte sprechen von einer mit Stoff umwickelten Axt. Anschließend machten sich die Räuber über die Vitrinen her. Zur Tatzeit waren fünf Angestellte im Geschäft, diese wurden von den fünf Tätern in Schach gehalten. "Die Täter haben sehr schnell gehandelt", so ein Sprecher der Münchner Polizei.

Die Marke Chopard unterhält ihr Stammhaus in Birkenfeld, wo die in der Schweiz gefertigen Uhren fertiggestellt werden. Chopard-Seniorchef Karl Scheufele stammt aus Pforzheim und erwarb das Unternehmen bereits im Jahr 1963. Der heutige Firmensitz liegt in Genf.

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