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30.03.2010

Cycon geht gen Oberliga, Krause kickt im DFB-Team

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Michael Cycon, Mittelfeldspieler des 1. FC Kieselbronn, verlässt nach dieser Saison den Fußball-Landesligisten und wechselt zum Oberligisten FC Nöttingen. „Ja, das ist richtig“, sagt der 24-Jährige auf Nachfrage der PZ. Schon in der Vergangenheit hatten viele Vereine die Fühler nach dem torgefährlichen Mittelfeldregisseur ausgestreckt, jetzt hat sich der FC Nöttingen den Techniker geschnappt.

Nach vier Jahren nimmt Michael Cycon Abschied in Kieselbronn. Sein Bachelor-Studium (Sportmanagement) hat er abgeschlossen und macht jetzt den Master. Seine Wohnung in Tübingen will er auch in Zukunft behalten. Zum FC Nöttingen wird dann eben gependelt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, sagt Michael Cycon, der sich in Kieselbronn aber noch anständig verabschieden möchte. „Am besten mit dem Aufstieg“, meint der Offensiv-Spezialist.

Sein Ziel bei den Lilaweißen in der neuen Runde sei natürlich ein Stammplatz. Nöttingens Trainer Michael Fuchs habe ihn vor allem für die Position „6 oder 10“ geholt, so Cycon. Und welche Trikotnummer will er beim FCN tragen? „Am besten die 19, aber die hat gerade Marco Wildersinn“, bedauert der Noch-Kieselbronner. „Aber die 27 ist auch cool.“

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Bei der Endrunde des DFB-Futsal-Cups in Cottbus am vergangenen Wochenende verpasste Michael Cycon, der auch für den FC Portus Pforzheim am Ball ist, knapp die Nominierung für die deutsche Futsal-Nationalmannschaft. Dies gelang dafür seinem Kieselbronner Vereinskollegen Benjamin Krause.

„Er hat eine enorme Übersicht, ist trotz seiner Körpergröße technisch sehr stark und aus der zweiten Reihe hat er einen Wahnsinns-Bumms“, nennt Portus-Coach Sven Vidojkovic die Stärken seines Führungsspielers. Die waren den Futsal-Scouts beim Final-Four-Turnier dann auch nicht entgangen. Nach dem 6:4-Sieg mit Portus im Spiel um Platz drei gegen Hildesheim hatte Benjamin Krause dann auch wenig Zeit zum Feiern. Er durfte sich gleich das Trikot mit dem Bundesadler überstreifen und gegen die polnische Auswahl ran. Die Partie gegen die Profis ging allerdings mit 0:4 in die Hose, doch Krause war trotzdem stolz wie Oskar. „Das Nationaltrikot zu tragen mit dem eigenen Namen drauf, das ist ein super Erlebnis, das nimmt mir keiner“, sprudelt es aus dem Kapitän des FC Portus heraus. Wie geht’s nun weiter? Schmeißt er in Kieselbronn hin und jagt jetzt nur noch in den Hallen dieser Welt dem kleinen Ball hinterher?

„Bestimmt nicht“, sagt Krause und lacht. „Ich weiß selber nicht, wie es weitergeht. Denn angeblich soll es erst 2013 eine professionelle Futsal-Nationalmannschaft geben. Bis dahin wird der Kieselbronner vermutlich einige Lehrgänge der Landesverbände besuchen, dort kann er sich erneut vor den DFB-Experten beweisen.

Und wie geht es für Benjamin Krause in der kommenden Runde in der Liga weiter? „Noch ist alles offen“, sagt der defensive Mittelfeldspieler.

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Gut im Rennen liegt der TSV Maulbronn in der Kreisklasse B1 Pforzheim. Zwar steht die Mannschaft von Spielertrainer Ralph Augenstein mit 42 Punkten hinter Spitzenreiter SK Hagenschieß (51) und 1. FC Ispringen (46) auf dem dritten Platz, doch die Maulbronner haben bislang auch zwei Spiele weniger bestritten. Der TSV rechnet sich daher noch große Chancen auf den Aufstieg aus. Jedenfalls ist man bei den Klosterstädtern mit der Arbeit von Ralph Augenstein sehr zufrieden und hat deshalb auch schon vorzeitig mit ihm verlängert. In der nächsten Saison soll Augenstein allerdings nur noch an der Außenlinie stehen und nicht mehr wie derzeit im Tor. TSV-Abteilungsleiter Daniel Göbl geht außerdem davon aus, dass auch Trainersohn Kevin Augenstein dem Verein erhalten bleiben wird.

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Seine Zelte abbrechen wird dagegen Güngör Topal als Spielertrainer beim TSV Großglattbach in der B-Liga 5 Enz/Murr. Der ehemalige Spieler vom SV Königsbach und Anadolu Mühlacker will sich aber nicht aus der Fußballszene zurückziehen. Er kann sich durchaus vorstellen, auch nur als Spieler bei einem Verein unterzukommen.

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Eine kräftige Packung gab es am vergangenen Spieltag für Hellas Mühlacker in der Kreisklasse B2 Pforzheim. Mit 1:10 gingen die Griechen beim Nachbarn, den Sportfreunden Mühlacker, unter. Das soll künftig nicht mehr vorkommen. Und dafür hat sich Hellas beim SC Pforzheim bedient, der in der Winterpause die Mannschaft aus dem Spielbetrieb in der B-Liga zurückzog. Vom Sportclub kamen Francesco Aquila, der mit Anastasios Matzaridis nun das Trainerduo bildet – wobei Aquila als Spielertrainer fungiert. Außerdem sollen Salvatore Pendolino, Salvatore di Caro und Torhüter Bernd Stegmaier den Kader verstärken.