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Will er heiraten? Muss er als Bundespräsident heiraten? Will sie es überhaupt? Im Augenblick ist die "wilde Ehe" von Daniela Schadt und dem zukünftigen Bundespräsidenten Joachim Gauck ein beliebtes Boulevard-Thema. © dpa
21.02.2012

Darf ein Bundespräsident in "wilder Ehe" leben?

Für manche ist er der große Hoffnungsträger oder gar die Lichtgestalt. Andere akzeptieren ihn nur widerwillig als Kandidaten oder mögen ihn überhaupt nicht. Der wahrscheinlich nächste Bundespräsident Joachim Gauck wird sich dennoch bei der Wahl in sein Amt über einen großen Unterstützerkreis freuen. Das wird sein Leben verändern. Auch sein Privatleben, denn gerade wird heftig diskutiert und spekuliert, ob der Bundespräsident eine "wilde Ehe" führen darf.

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Zum großen Thema des Boulevards wurde - für Gauck vermutlich unerwartet - auch ganz schnell sein Privatleben. Die "wilde Ehe" mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt sorgt auch in der Union für Irritationen: "Es dürfte wohl im Interesse des Herrn Gauck selbst sein, seine persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen, damit insoweit keine Angriffsfläche geboten wird", sagte der CSU-Familienpolitiker Norbert Geis.

Und als Familienminister weiß Geis ja ganz genau, wie eine Familie auszusehen hat. Das mit dem Trauschein dürfte noch relativ schnell zu erledigen sein. Aber die 1,4 Kinder, die eine deutsche Familie im Durchschnitt hat, werden so einfach nicht zu realisieren. Bleibt die Frage, ob denn die zukünftige Frau Gauck überhaupt bereit wäre, für das Amt der First Lady solche Opfer zu bringen.

Die Vorstellung, mit Michelle Obama beim Damenprogramm zu sitzen, sei für Daniela Schadt derzeit noch sehr abstrakt. Von der Entscheidung für Gauck sei sie schon sehr überrascht gewesen, sagte "die Frau an seiner Seite". Wenn das mit der Hochzeit jetzt auch so schnell realisiert wird, scheint es mit den Überraschungen ja so weiterzugehen.

Aber: Fragen zu einer möglichen Heirat mit Gauck wehrte sie ab: Ihr Privatleben wolle sie aus verständlichen Gründen «nicht ventilieren», wurde sie in den "Nürnberger Nachrichten" zitiert. Erst einmal müsse sie die Nominierung verdauen.

Ratschläge, nun schnell zu heiraten, erhält Gauck übrigens auch aus den Reihen seiner Unterstützer. Noch vor kurzem hätte er sich solche Einmischungen sicher verbeten. Aber sein Leben hat sich schon verändert. Und das ist nur der Anfang. dpa/tok

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