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10.06.2008

Das Ende naht

Rumsitzen, zum dritten Mal am Tag Eis essen, lesen oder reden - die Langeweile beherrscht dieser Tage das Unterrichtsklima der Kursstufe 2.

Ich wusste gar nicht, dass Nichtstun so anstrengend sein kann! Man kommt morgens (vornehmlich erst zur dritten oder vierten Stunde) und nach einer halben Stunde könnte man schon wieder ins Bett gehen! Das Gehirn wird ungemein gefordert, wenn man zuhört, wie Klassenkameraden ihre Verzweiflung über nicht vorhandene Zukunftspläne austauschen, der Lehrer etwas von sich erzählt oder man über ein Kreuzworträtsel gebeugt ist. Nichts, was einen herausfordert, was zum Nachdenken anregt, vielmehr zum Schlafen.

So sitzen wir schulmüden Abiturienten gehorsam unsere Stunden ab. Respekt, manche erscheinen schon gar nicht mehr! Einzig und allein der Gedanke an das drohende Ende hält uns einigermaßen wach! Und die letzten Tage versuchen wir, uns so angenehm wie möglich zu gestalten. Es gibt ja durchaus interessante Filme, die jetzt aus der Schublade gezogen werden, wie etwa in Geschichte „Das Leben der Anderen“.

Ein bemerkenswertes Phänomen ist dieser Tage auch bei den Lehrern zu beobachten. Die werden noch richtig nett! Sie erkundigen sich nach den Zukunftsplänen, bieten Hilfe für die Unentschlossenen an oder versorgen uns kulinarisch. Unsere Parallelklasse kam dieser Tage in den Genuss eines opulenten Frühstücks, spendiert von der Mathepaukerin. Auch wir genossen oder werden noch so einige Frühstücksgelage genießen. Das ist nochmal das letzte Zeichen von Klassengemeinschaft, wenn man mit 25 Leuten an einem riesigen Tisch sitzt und dauernd die Marmelade hin und her reicht.

Da kann man doch zu Recht sagen, dass man die Schule vermissen wird. Also, auf und nochmal in vollen Zügen auskosten!