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19.03.2008

Das Grauen hat einen Namen: Ostern!

Am ersten Sonntag nach Vollmond nach Frühlingsanfang ist bekanntlich immer Ostern, das Hauptfest unseres Kirchenjahres. Aber o je, liegt Ostern in diesem Jahr früh! Zu früh; für mich jedenfalls!

Ich glaube, auch objektiv geht es kaum früher. Das wäre jetzt mal eine Denksportaufgabe für euch, wenn Ihr zusätzlich noch wüsstet, dass Frühlingsanfang am 21.3. ist…

Was ich befürchtet habe bei diesem frühen Termin, wird wohl laut Wettervorhersage auch tatsächlich eintreten.

Nass oder verschneit sollen sie werden, die Feiertage. Das bedeutet, wir „ Alten“ werden mit Kindern und Enkeln eine knappe Woche lang überwiegend drinnen verbringen. Anschließend können wir dann wieder von überraschend auftauchenden Besuchern gefragt werden: „ Ach, zieht Ihre gerade um?“ oder „ War hier ein Einbruch mit Vandalismus?“

Trotzdem: es macht jedes Jahr wieder Spaß. Für uns ist es traditionell ein sanguinisches Fest, gekennzeichnet von Frühlingserwachen und der Farbe Gelb. Alles Gelbe wird hervorgeholt: Die gehäkelten gelben Eierwärmer von der Uroma, gelbe Sets, gelbe Servietten, eine gelbe Eierkerze, die gelbe Vase für die gelben Forsythienzweige- gelb, gelb, gelb, angereichert mit knallbunt! Das ist bei euch sicher ähnlich, oder?

Am Ostersonntag nach dem fröhlichen Osterfrühstück bricht gewohnheitsgemäß der circa einstündige Tumult aus. So lange brauchen alle, die sich Kinder nennen, um ihre Nester zu finden. Big Bunny Viola hat sie schon, mit Namenszetteln versehen, im Morgengrauen versteckt. Wenn die Suchaktion nun drinnen stattfinden muss, bekommt es BBV mit den Nerven, denn die plötzlich hypermotorischen Sanguiniker können sich einfach nicht an die Regel halten. Es geht einfach mit ihnen durch! Schubladen werden durchwühlt, ihr Inhalt quillt hervor, Stühle kippen um, Becher scheppern auf den Regalen, der Besen stürzt aus seinem Schrank etc. etc.

Das alles, weil die Suchenden die dumme Angewohnheit haben, ein entdecktes Nest mit anderem Namen schnell und heimlich zu schnappen und an einem schwierigeren Ort weiter zu verstecken. Deshalb zieht sich für BBV das Grauen auch so in die Länge. Wenn sie doch erst alle wieder lieb und mümmelnd über ihren eigenen Nestern sitzen würden!

Dann kann sich Big Mama wieder in „ ihre“ Küche trollen und beim Essen kochen von einem Spaziergang in der Sonne- mit oder ohne Schnee- träumen, oder von einer romantischen Ausfahrt ins Grüne!

Ja, so ist nun einmal Ostern. Es geht unweigerlich per aspera ad astra, frei übersetzt: durch das Dunkel zum Licht. Von Stress- zu Frühlingsgefühlen. Das weiß ich aus Erfahrung. Frohe Ostern wünsche ich euch also! Wie werdet Ihr es wohl verbringen?!