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05.11.2009

Das Übel lauert im Osten

Ja, ich lebe noch immer. Trotz der Schweinegrippe-Impfung. Bald vielleicht kann ich sogar sagen: wegen der Schweinegrippe-Impfung. Da muss ich nur mal kurz in die Ukraine schauen, wo anscheinend ein ganzes Land im Würgegriff der Schweinegrippe röchelt. Bei uns kommt zwar alles Schlechte meistens aus dem Wilden Westen (Kaugummi, Fastfood, Paris-Hilton-Prosecco in Dosen), aber noch in diesem Winter könnten wir vom Bösen aus dem Osten heimgesucht werden.

Das habe ich natürlich gleich meinen Kollegen mitgeteilt. Die Ukraine ist ja schließlich nicht so ewig weit weg. Carolin Ulbrich hat nur abgewinkt. Auf ihre Art kann sie ganz schön cool sein. Sie setzt auf Abhärtung durch Vitamin C in Rohkostform und Sport. Wer’s mag ... Jerome Nell hat wieder einmal bewiesen, dass er blitzschnell reagieren kann. Vorgestern: „Ich glaube, ich brauch’ so eine Impfung.“ Gestern: „Nie und nimmer, viel zu gefährlich.“ Heute: „Jetzt weiß ich nicht mehr, was ich tun soll.“

Philipp Broll erweist sich da als genaues Gegenteil. Er weiß, was er will. Er weiß nur noch nicht, wo er seine Dosis herbekommt. Tapferer Kerl. Völlig unerschrocken sucht er nach jemand, der ihn gegen die Schweinegrippe impfen will. Ein Vorbild für meine Kollegen – wenn die nur endlich sehen würden, dass der Virus aus der Ukraine bei uns schon vor der Türe steht.

Thomas Kurtz