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salt_pepper © Türschmann
salt_pepper © Türschmann
25.04.2013

"Das salt&pepper ist ein Club für alle"

Das salt&pepper gibt es in Pforzheim jetzt seit über fünf Jahren – fünf Jahre mit zahlreichen Höhepunkten, tollen Erinnerungen, aber auch mit Veränderungen. Verändert hat sich insbesondere auch das Pforzheimer Nachtleben. PZ-Nightlife hat Clubbetreiberin Tatjana Reinhardt, DJ und Geschäftsführer Robin Posnecker und DJ axelFoley interviewt.

Das Interview führte Dominik Türschmann

PZ: Im Pforzheimer Nachtleben hat sich in den letzten Jahren einiges getan, speziell im Bereich U18-Veranstaltungen. Wie hat sich das aus eurer Sicht entwickelt?

Tatjana: Das mit U18-Veranstaltungen hat in Pforzheim sehr schön angefangen, da hatten wir im salt&pepper einmal im Monat eine solche Party. Mit der Zeit gab es immer mehr Möglichkeiten für Jugendliche unter 18 Jahren feiern zu gehen, das hat dem Ganzen den Reiz genommen und es war letztlich nichts Besonderes mehr. Wo sich das Pforzheimer Nachtleben noch verändert hat, ist die Veranstalterbranche, denn es ist mittlerweile jeder Veranstalter. Hier kann man aber deutlich die Spreu vom Weizen trennen und wir sind stolz darauf, tolle Veranstalter in unserem Team zu haben.

axelFoley: Schade ist insbesondere, dass die Local-DJ's darunter leiden. Als DJ hat man es dann deutlich schwerer, wenn jeder Veranstalter seine eigenen DJ´s mitbringt. Hier verlieren DJ‘s ihre Plattformen. Für das Publikum ist das hingegen super, denn um solche Bookings zu sehen, musste man vor einigen Jahren noch nach Karlsruhe fahren. Ganz früher hingegen war Pforzheim eine Hochburg für elektronische Musik, da kamen die Leute echt von überall her.

Robin: Klar ist auf jeden Fall, dass sich das Nachtleben gewandelt hat. Es gibt viel mehr Angebote als früher.

Bildergalerie: Eigentlich nur Zwanzig // salt&pepper // 28.12.12 - Teil 1

PZ: Was macht für euch das Pforzheimer Nachtleben einzigartig?

Robin: Das Nachtleben in Pforzheim ist sehr familiär, besonders in der elektronischen Ecke, aber auch im Reggae-Bereich. Reggae ist auch eine sehr tolle Szene mit vielen coolen Leuten, hier seien insbesondere die Jungs von Soul Jah Tribe erwähnt, die sich in dem Bereich seit vielen Jahre richtig Mühe geben.

Tatjana: Bei uns finde ich es besonders, dass unser Publikum sehr breit gefächert ist. Mich fasziniert es, dass die Leute – ganz egal ob Bankier oder Student bei uns feiern gehen. Unsere Gäste sind durchmischt, aber das macht das Ganze erst besonders.

axelFoley: Elektronische Musik ist wieder schick geworden und ich finde, dass ist die einzige Musik, bei der jedermann ausgelassen feiern kann. 

Bildergalerie: Electric Field pres. Kerstin Eden // salt&pepper // 19.01.13

 

PZ: Was ist in Pforzheim insbesondere im Bereich elektronische Musik getan?

Robin: Ich finde es ist qualitativ hochwertiger geworden, hier geben auch wir uns extreme viel Mühe und schauen, dass wir immer wieder gute Bookings herankriegen.

Tatjana: Früher war die Szene um die elektronische Musik eine absolute Randgruppe. Hier hat sich einiges getan, der Bereich hat sich in den letzten 5 Jahren deutlich etabliert.

axelFoley: Zwar ist es nach wie vor eine Szene für sich, aber deutlich größer und viele Leute laufen da einfach mit.

PZ: Was ist das Besondere am salt&pepper?

axelFoley: Ins salt&pepper kommen viele Menschen gerne, weil sich hier niemand fühlt, als wäre er auf einem Laufsteg. Da haben viele Leute einfach keine Lust drauf. Hier herrscht kein großartiger Kleiderzwang, wer nicht mit dem Bademantel kommt ist im s&p immer willkommen und das ziehen viele vor.

Tatjana: Besonders ist auch, dass wir eine Zielgruppe von 18 bis 60 haben, also wie bereits gesagt, unser Publikum ist breit gefächert. Im s&p tanzen Jugendliche mit reiferen Leuten gemeinsam auf einem Floor. Entgegen anderen Clubs, welche meist ein einheitliches Zielpublikum haben, trifft man bei uns jeden. Außerdem haben wir hier sehr freundliches und familiäres Personal. Zudem gibt es bei uns neben Techno- und Electropartys auch viele andere Events, wie Hip-Hop, Trash, Reggae, Studenten- oder Abipartys.

Robin: Die Anlage! 

Bildergalerie: salt&pepper // 23.02.13 - Teil 1

 

PZ: Was waren eure Höhepunkte im salt&pepper?

axelFoley: Stimmungstechnisch für mich der absolute Höhepunkt war, als Mike Väth Anfang 2012 das erste Mal im salt&pepper war, denn da herrschte hier Ausnahmezustand. Ein weiteres Highlight war als Gale San bei uns war.

Tatjana: Wir hatten sehr viele Höhepunkte, dazu zählen sicherlich auch die Veranstaltungen mit Gayle San und Mike Väth, sowie unsere Jubiläen. Aber eigentlich ist es für mich immer ein kleiner Höhepunkt, wenn abends die Türen aufgehen. Ich freue mich auf jede Veranstaltung und unsere verschiedene Gäste.

Robin: Einen klaren Höhepunkt kann man gar nicht richtig nennen, von Events dieser Art gab es bei uns schon einige, darunter sicherlich auch als „Dumme Jungs“ bei uns waren. Aber wir steigern uns da auch immer wieder aufs Neue. 

Bildergalerie: Clubrotation // salt&pepper // 26.03.13

 

PZ: Die Frage richtet sich jetzt speziell an Robin und Axel. Was waren eure Höhepunkte speziell als DJ?

axelFoley: Auch wenn das Salt & Pepper meine Homebase ist, bin ich sehr stolz auf meinen ersten Auslands-Bookings in Zürich, wo ich jetzt schon dreimal spielen durfte. Mal nicht in Deutschland aufzulegen ist schon etwas anderes.

Robin: Ein Höhepunkt als DJ war für mich auf jeden Fall bei Das Fest in Karlsruhe aufzulegen. Aber ein Highlight ist es auch jedes Mal, wenn am Morgen das Licht angeht und die Leute kommen zu einem, verabschieden sich und bedanken sich für einen tollen Abend im Salt & Pepper .

axelFoley: Da gebe ich Robin recht, wenn man am nächsten Tag Mails bekommt von Leuten, die es gut fanden, dann macht das viele Abende zu etwas Besonderem.

Bildergalerie: Voll Verspult // salt&pepper // 16.04.13 - Teil 1