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13.03.2008

Der talentierte Mr. D

So langsam wird es mal Zeit für die Ode an einen besonderen Menschen in unserer tollen Lehranstalt: Hier folgt nun das Lob auf den talentierten Lehrer, Herr D.

Die Fachkraft für Germanistik ist zum größten Teil mitverantwortlich dafür, dass es uns die letzten 2 Jahre nicht langweilig geworden ist, sondern sogar unser Interesse für Literatur geweckt wurde. Das ist eine beachtliche Leistung für einen Lehrer! :)

Im Kreise Kleists, Schillers und natürlich unseres geliebten Kafkas ist er in seinem Element und versucht, etwas von seiner Begeisterung an uns weiterzugeben: „Ja, Kinderlein, verstehen Sie das nicht?!“ Weil er stets um unser Seelenheil besorgt ist, gilt grundsätzlich die Meinung: Wir sind ganz dumm, er weiß alles. Aber er ist natürlich großzügigerweise bereit, ein bisschen was von seinem Erfahrungsschatz weiterzugeben und so wurde unser Wissensspektrum innerhalb kürzester Zeit um so tolle Begriffe wie kafkaesk, Alter Ego oder auch Hybris erweitert.

Seine Unterrichtsmethoden sind stets abwechslungsreich, alle sind ruhig, er redet, denn wir kapieren es ja seiner Meinung nach nicht. Wir sind auch schon außerordentlich weit im Stoff (nur noch gut 3 Wochen und die Räuber haben wir grad erst angefangen!), weil er in peinlicher Genauigkeit für eine Seite 3 Unterrichtsstunden braucht! Als Entschädigung können wir wohl behaupten, als einzige Klasse den Kafka verstanden zu haben und bestens auf das Abi vorbereitet worden zu sein...Manche haben den „Prozess“ gar zu ihrem Lieblingswerk auserkoren...Also so weit geht dann meine Liebe doch nicht. :)

Auch abseits des Stoffes gibt es bei Mr. D immer etwas zu lachen. Er versteht sich als verantwortungsbewusster Pädagoge, der es natürlich nicht zulassen kann, dass seine Schüler im Unterricht essen. So nimmt er es ihnen weg- und isst es selber! Manchmal ist er nett und lässt dann noch einen Bissen vom Lieblingskuchen übrig….Wenigstens hat man was zu lachen.

Wenn es dann doch mal langweilig werden sollte (das kommt aber so gut wie nie vor), gibt es immer noch die Beschwerde über seine polnische Putzfrau oder die Diskussion, warum er uns siezt: „Ja, wissen Sie, in Thailand gibt es viel mehr Anredeformen, da seien Sie doch froh, dass ich Sie sagen kann!“ Was für eine Begründung...!

Als Kritik könnte man vielleicht anmerken, dass unser extrovertierter Vorreiter direkt vor dem wichtigsten Lernabschnitt einen Bandscheibenvorfall erleidet und enorm viel Stoff noch vor uns liegt. Aber das „pauken wir in 2 Powertagen in den Ferien durch!“. Na, da bin ich aber mal gespannt...Wir dürfen sogar essen, ohne Angst zu haben...