nach oben
05.05.2010

Derivate-Verluste im städtischen Haushalt eingeplant

Aufgestoßen ist es bei der Lesung des städtischen Haushaltsplan-Entwurfs offenbar niemandem, zumindest gab es keine Wortmeldung dazu: Der rund eine Milliarde Euro umfassende Doppelhaushalt der Stadt Pforzheim beinhaltet die Raten für den Kredit, mit dem die Stadtverwaltung aus dem 56,3 Millionen Euro teuren Derivate-Debakel aussteigen will. Rund 3,2 Millionen Euro jährlich sieht der Etat dafür vor.

Das Regierungspräsidium muss noch zustimmen. Die Gemeinderatsfraktionen haben ihr Ja im Vorfeld bereits angekündigt. Vielleicht ist auch deshalb kein Wort gefallen, als bei den Etatberatungen die Seite 368 mit dem entsprechenden Kleingedruckten aufgerufen wurde. Eine Erwähnung hätte der Haushaltsposten angesichts der Kürzungen und Streichungen, die zum Ausgleich des Etats nötig sind, allemal verdient gehabt. Bislang hatte die Stadt stets zu Recht darauf verwiesen, dass die Derivate-Verluste nicht ursächlich für die aktuellen Engpässe der Stadt sind. Das stimmt künftig so nicht mehr.

Ihre Meinung zum Kommentar schreiben Sie an: marek.klimanski@pz-news.de